Archiv für Januar 2010
Freitag, 29. Januar 2010
Die Europäische Union hat ihre CO2-Reduktionsziele offiziell gemeldet. Auf der UN-Klimakonferenz in Kopenhagen war dafür der Termin 31. Januar vereinbart worden. In einem gemeinsamen Schreiben des spanischen Ratsvorsitzes und der EU-Kommission wurde festgehalten, dass die EU ihre Gesamtemissionen an Treibhausgasen bis 2020 einseitig auf 20 Prozent unter den Wert von 1990 verringern will. Eine stärkere Reduzierung um 30 Prozent wurde in Aussicht gestellt, sofern andere Großemittenten zustimmen, ihren Teil dieser globalen Aufgabe zu übernehmen. „Die EU ist entschlossen, die Kopenhagener Vereinbarung so schnell wie möglich umzusetzen und den Weg für das Klimaübereinkommen zu bereiten, das wir brauchen, um die Erderwärmung unter zwei Grad Celsius zu halten”, so Kommissionspräsident Barroso. Umweltkommissar Dimas betonte, es müsse schnell gehandelt werden, damit die Kernpunkte der Vereinbarung wie die Schnellstartfinanzierung zugunsten von Entwicklungsländern, die Bekämpfung der Entwaldung und die Entwicklung und der Transfer von kohlenstoffarmen Technologien in die Praxis umgesetzt werden könnten.
Schlagworte:CO2-Reduktion, Klimakonferenz
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Freitag, 29. Januar 2010
Vor einer grundlegenden Erneuerung steht die Energiepolitik in Deutschland nach Ansicht von Bundesumweltminister Norbert Röttgen. Auf dem Neujahrsempfang des Bundesverbandes Erneuerbare Energie (BEE) in Berlin sprach er von der Notwendigkeit einer „Revolution” im Energiesektor, die sich aus den Anforderungen von Klimaschutz und Ressourcenschonung ergebe, und bekräftigte das Ziel, die Energieversorgung in Deutschland bis 2050 nahezu vollständig auf Erneuerbare Energien umzustellen. BEE-Präsident Dietmar Schütz sagte: „Unsere Branche steht bereit, die benötigten Technologien fortwährend weiterzuentwickeln und in großer Breite zum Einsatz zu bringen. Im Gegenzug müssen die Regierungen in Bund und Ländern jetzt konsequent auf den Ausbau der Erneuerbaren Energien setzen und verlässliche Rahmenbedingungen dafür schaffen.” Schütz warnte vor neuen Hindernissen auf dem Weg ins Regenerativzeitalter, die durch zu starke Einschnitte bei der Vergütung von Solarstrom und durch Laufzeitverlängerungen für Atomkraftwerke drohten. Mit den von Bundesumweltminister Röttgen geplanten hohen Kürzungen bei der Photovoltaik hätten deutsche Solarunternehmen kaum noch Investitionsspielraum, um im internationalen Wettbewerb bestehen zu können. An den Minister gewandt, sagte er: „Wir appellieren daher an Sie, den Entwurf aus Ihrem Hause noch einmal zu überarbeiten und eine zusätzliche Kürzung nur im einstelligen Prozentbereich vorzunehmen.”
Schlagworte:Energiepolitik, Photovoltaik
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Freitag, 29. Januar 2010
Das Sanitär-, Heizungs- und Klimahandwerk hat die Politik vor einer Halbierung der jährlichen Fördermittel für die Gebäudesanierung gewarnt. Der Branchenverband ZVSHK appellierte in einem Schreiben an Parlamentarier verschiedener Bundestagsausschüsse, die im Koalitionsvertrag vorgesehenen 2,2 Milliarden Euro für die energetische Gebäudesanierung in voller Höhe in den Bundeshaushalt einzustellen. „40 Prozent des Energieverbrauchs und der CO2-Emissionen werden durch Gebäude verursacht. Als die wahren Hersteller von Energieeffizienz in Wohngebäuden haben unserer Betriebe die Kompetenz und das Instrumentarium, diesen ´schlafenden Riesen` für eine nachhaltige Energieeinsparung zu wecken”, so Elmar Esser, Hauptgeschäftsführer des ZVSHK. Voraussetzung hierfür sei eine stetige und verlässliche Förderpolitik. „Auf kurzfristige und damit kurzsichtige Umschichtungen von Fördermitteln reagieren modernisierungswillige Hauseigentümer mit Zurückhaltung.” Eine Halbierung der in Aussicht gestellten Fördermenge für die energetische Gebäudesanierung sei daher in doppeltem Maß kontraproduktiv. Sie schade dem Klima und der Konjunktur.
Schlagworte:CO2-Gebäudesanierung, Energetische Sanierung, Raumwärme
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Freitag, 29. Januar 2010
Im Vorgriff auf den Haushalt 2010 können die Programme zur CO2-Gebäudesanierung weiter bedient werden. Das hat der Haushaltsausschuss des Bundestags beschlossen. Dies war notwendig geworden, weil aufgrund der starken Nachfrage 2009 für 2010 und 2011 geplante Mittel schon 2009 verwendet wurden. Die KfW kann nun wieder Anträge auf zinsverbilligte Kredite und Zuschüsse für energieeffizientes Bauen und Sanieren bewilligen. „Wir konnten den Januar durch Umschichtung von Mitteln überbrücken. Mir war wichtig, dass keiner im Regen stehen bleibt”, so Bundesbauminister Peter Ramsauer. „Wir haben im Entwurf des Bundeshaushaltes 2010 für die Programme für energieeffizientes Bauen und Sanieren rund 1,1 Milliarden Euro eingestellt. Seit dem Neustart des Programms im Jahre 2006 konnten mehr als 1,4 Millionen Wohnungen energiesparend gebaut oder saniert sowie mehr als 630 kommunale Einrichtungen wie Schulen und Kitas saniert werden. Durch die Maßnahmen werden jedes Jahr rund vier Millionen Tonnen des klimaschädlichen Kohlendioxids eingespart.”
Schlagworte:CO2-Gebäudesanierung, KfW, Raumwärme
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Freitag, 29. Januar 2010
Der Klima- und Umweltschutz ist ein wichtiger Förderschwerpunkt der bundeseigenen KfW. Im Jahr 2009 förderte sie im Rahmen ihrer Programme für Energieeffizientes Bauen und Sanieren die Verbesserung der Energiebilanz von Wohngebäuden und die Reduktion von CO2-Emissionen mit insgesamt 8,9 Milliarden Euro. Das war ein Rekord und übertraf das Ergebnis des Jahres 2008 um mehr als 40 Prozent. Für Investitionen in den Klima- und Umweltschutz im In- und Ausland vergab die KfW insgesamt 19,8 Milliarden Euro. Das entspricht nahezu einem Drittel des gesamten Fördervolumens der KfW-Bankengruppe. Allein in Deutschland hat sich hier das Fördervolumen gegenüber 2008 um 31 Prozent auf 16,5 Milliarden Euro erhöht.
Schlagworte:CO2-Gebäudesanierung, KfW, Raumwärme
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Freitag, 29. Januar 2010
Mit der Innovationsplattform Effizienzfabrik wollen das Bundesforschungsministerium (BMBF) und der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) die 31 Verbundprojekte des Förderschwerpunkts „Ressourceneffizienz in der Produktion” koordinieren. Forschungsergebnisse sollen so besser in die Anwendung gelangen. „Wir investieren mehr als 50 Millionen Euro in die Erforschung ressourceneffizienter Produktionstechnologien”, sagte Georg Schütte, Staatssekretär im BMBF, bei der Auftaktveranstaltung. „Wir wollen damit auch Standortvorteile für deutsche Unternehmen sichern und Arbeitsplätze schaffen. Der sparsame Umgang mit den natürlichen Ressourcen ist ein zentraler Beitrag für einen effizienten Klimaschutz. Hierfür müssen wir die entsprechenden Technologien weiterentwickeln und zukunftsfähig machen.” Mehr als 200 Partner aus Industrie und Wissenschaft sind an den Forschungsprojekten beteiligt. Laut BMBF zeigen die Inhalte der Projekte, dass in der Produktion Energieeinsparungen von bis zu 30 Prozent möglich sind.
Schlagworte:Effizienzfabrik, Ressourcenschonung
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Mittwoch, 27. Januar 2010
Zwei Drittel der Neubauten wurden im Jahr 2009 mit einer Heizungsanlage auf Basis Erneuerbarer Energien ausgestattet. Ein Drittel der Neubauten erhielt stattdessen die im Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz vorgesehenen Ersatzmaßnahmen, etwa eine höhere Wärmedämmung oder den Anschluss an ein Wärmenetz. Diese Zahlen nennt die Agentur für Erneuerbare Energien auf Basis einer Umfrage von tns emnid bei Bauunternehmen sowie Planungs- und Architekturbüros. „Der erste Jahrestag des Wärmegesetzes ist ein wichtiger Schritt in Richtung der europäischen Klimaziele”, so Geschäftsführer Jörg Mayer. „Das Gesetz wird von den Häuslebauern gut angenommen - immerhin wurden im vergangenen Jahr bei zwei von drei Neubauten Solaranlagen, Holz- oder Pelletheizungen und Wärmepumpen eingesetzt. In etwa 32 Prozent der Fälle wurde der gesetzliche Mindestanteil sogar übertroffen.” Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes wurden 2009 deutschlandweit 108.791 neue Wohn- und Nichtwohngebäude errichtet, der Bestand umfasst jedoch etwa 18 Millionen Wohngebäude. „Diese sind nicht vom EE-Wärmegesetz betroffen”, so Mayer. „Hier gibt es noch ein großes Modernisierungspotenzial.” Weitere Informationen unter www.unendlich-viel-energie.de. Ein interaktiver Heizungsplaner für den Neubau findet sich unter www.waermewechsel.de.
Schlagworte:Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz, Wärmemarkt
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Mittwoch, 27. Januar 2010
Eine Gemeinsame Resolution zum Wärmemarkt haben der Bundesindustrieverband Deutschland Haus-, Energie- und Umwelttechnik (BDH) und der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) verabschiedet. Ziel ist es, den Sanierungsstau im Heizungskeller aufzulösen, denn bisher sind nur 13 Prozent der Heizungen in Deutschland auf dem Stand der Technik, das heißt Systeme, die Effizienz und Erneuerbare Energien verbinden. Die beiden Verbände streben eine Verdoppelung der Modernisierungsquote an und appellieren an die Politik, unter anderem das Marktanreizprogramm für regenerative Wärme aufzustocken und zu verstetigen, das Investor-Nutzer-Dilemma im Mietwohnungsbereich zu lösen und den Heizungscheck zu einer verpflichtenden Überprüfung des energetischen Zustandes aller Heizungsanlagen weiterzuentwickeln.
Im vergangenen Jahr legte der Heizungsmarkt in Deutschland um drei Prozent auf 638.000 Wärmeerzeuger zu. Gewinner waren Effizienztechniken wie Gas- und Öl-Brennwerttechnik sowie Lüftungsanlagen, Verlierer Systeme, die erneuerbare Energien zur Wärmeerzeugung nutzen. „Nach einem guten ersten Halbjahr ist die Nachfrage nach erneuerbaren Energien im zweiten Halbjahr massiv eingebrochen. Ordnungsrecht und Förderanreize müssen jetzt so optimiert werden, dass wir an die bis Mitte 2009 positive Entwicklung anknüpfen können”, so BDH-Präsident Klaus Jesse anlässlich der 3. Deutschen Wärmekonferenz in Berlin. Bei den thermischen Solaranlagen sei ein Einbruch um 26 Prozent zu verzeichnen. Während 2008 noch in 45 Prozent der Investitionsfälle erneuerbare Energien eingekoppelt worden seien, sei der Anteil 2009 auf 33 Prozent gesunken und damit weit entfernt von dem BDH-Ziel von 80 Prozent für 2015. „Wir haben auch unter der Abwrackprämie für Pkw gelitten”, sagte Jesse. Der BDH hegt hinsichtlich des angekündigten Energiekonzepts große Hoffnungen. Der Wärmemarkt müsse endlich eine seiner Bedeutung angemessene Rolle spielen.
Schlagworte:Heizungsmodernisierung, Modernisierungsquote, Wärmemarkt
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Mittwoch, 27. Januar 2010
Nach zwei Jahren der Stagnation wurden in Deutschland im vergangenen Jahr 15 Prozent mehr Windkraftleistung installiert als 2008. 952 Anlagen mit einer Leistung von 1.917 Megawatt wurden zugebaut, so dass Ende 2009 insgesamt 21.164 Anlagen mit einer Leistung von 25.777 Megawatt am Netz waren. Diese Zahlen weist das Deutsche Windenergie-Institut (DEWI) in seiner jährlichen Statistik aus. „Die Rahmenbedingungen für die Windenergie an Land und auf hoher See haben sich durch die EEG-Novelle zum 1.1.2009 an das Weltmarktniveau angepasst. Das hat sich in der aktuellen Finanz- und Wirtschaftskrise besonders ausgezahlt. Die deutsche Windindustrie hat wieder eine solide Basis”, sagte Hermann Albers, Präsident des Bundesverbands WindEnergie (BWE), bei der Vorstellung der jüngsten Zahlen in Berlin. Er freut sich, dass das Repowering, der Ersatz alter durch neue, leistungsstärkere Anlagen, auch dank des Repowering-Bonus, in Schwung gekommen ist, und dass 2009 auch zwölf Windkraftanlagen mit einer Leistung von 60 Megawatt im Offshore-Windpark alpha ventus installiert werden konnten. Für das laufende Jahr rechnet Albers mit einem Anstieg der Neuinstallationen auf 2.300 Megawatt, darunter 300 Megawatt auf hoher See. „Ich glaube, dass das EEG-2009 jetzt seine Wirkungen voll entfalten kann. Aber die angekündigte vorgezogene Novellierung des EEG zum 1. Januar 2012 steht dem entgegen. Die Branche ist verunsichert. Wir erwarten vertrauensbildende Maßnahmen.”
Schlagworte:EEG, Offshore-Windenergie, Repowering, Windenergie
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Montag, 25. Januar 2010
Deutschland kann die EU-Ziele zum Einsatz erneuerbarer Energien deutlich überschreiten und dabei einen hohen ökonomischen und ökologischen Nutzen erzielen. Statt der von der EU geforderten 18 Prozent sieht der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) in seiner Roadmap für 2020 bereits einen Anteil erneuerbarer Energien am gesamten Endenergieverbrauch von über 28 Prozent. Dadurch würden jährlich rund 290 Millionen Tonnen CO2 eingespart sowie knapp 50 Milliarden Euro Brennstoffkosten vermieden. „Wenn die Politik jetzt die Weichen richtig stellt, erfüllen wir nicht nur die EU-Vorgabe etwa fünf Jahre früher als verlangt, sondern erhöhen gleichzeitig unseren Beitrag zum Klimaschutz und stärken die heimische Wertschöpfung”, so BEE-Präsident Dietmar Schütz. Die Roadmap zeichne einen anspruchsvollen und zugleich realistischen Weg für den Ausbau der erneuerbaren Energien in Deutschland. Außerdem beschreibe sie Defizite der bisherigen Politik und zeige Lösungen dafür auf. Die Förderbedingungen im Stromsektor müssten erhalten bleiben, so die Forderung des BEE. Ein Nachsteuern sei hier nur in einzelnen Fragen wie der Genehmigungspraxis notwendig. Im Wärmesektor bedürfe es dagegen erheblicher zusätzlicher Anstrengungen. Dazu gehörten höhere Energiestandards für Altbauten und eine bessere und verlässliche finanzielle Ausstattung des Marktanreizprogramms. Der Verkehrssektor erfordere einen Neustart in der Biokraftstoffpolitik sowie den gezielten Ausbau der Erneuerbaren Elektromobilität. Die Roadmap findet sich unter www.bee-ev.de zum Download.
Schlagworte:CO2-Reduzierung, Endenergieverbrauch, Erneuerbare Energien
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