Archiv für Dezember 2009

20 Jahre nach Mauerfall - Berlins Gasnetz saniert und ausgebaut

Montag, 28. Dezember 2009

20 Jahre nach dem Fall der Mauer sind die Sanierung und der Ausbau des Berliner Gasnetzes abgeschlossen, berichtet die Gasag. Seit Anfang der 1990iger Jahre hätten Gasag und seit 2006 die Tochtergesellschaft NBB Netzgesellschaft Berlin-Brandenburg insgesamt weit über eine Milliarde Euro in den Ausbau, die Erneuerung und den Unterhalt des rund 7.000 Kilometer langen Netzes investiert. Diese Investitionen kämen unmittelbar der Versorgungssicherheit Berlins zugute. In den letzten zehn Jahren habe vor allem die Sanierung der rund 1.000 Kilometer noch vorhandener aller Graugussleitungen im Mittelpunkt gestanden. Die Sanierung des Netzes sei dabei im Wesentlichen im so genannten Relining-Verfahren erfolgt, bei dem in die bestehenden Gasleitungen Polyethylen-Kunststoffrohre eingezogen worden seien. Der Vorteil dieses Verfahrens liege in der Minimierung der Tiefbaukosten und der Reduzierung von Umweltbelastungen und Behinderungen für die Bürger auf ein Minimum.

Erneuerbare decken 16 Prozent des Strombedarfs

Montag, 28. Dezember 2009

Die Produktion von Strom aus erneuerbaren Energien ist 2009 weiter gestiegen, vor allem wegen des Zuwachses im Bereich Biomasse und Photovoltaik. Laut dem Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (VDEW) decken Erneuerbare mit 93,0 (2008: 92,7) Milliarden Kilowattstunden inzwischen 16,0 (15,1) Prozent des gesamten Stromverbrauchs. Deutschland habe durch die staatliche Förderung der erneuerbaren Energien das von der EU für 2010 gesteckte Ziel von 12,5 Prozent bereits deutlich überschritten. „Erfreulicherweise liefern die erneuerbaren Energien einen immer größeren Anteil an der Stromerzeugung”, so Hildegard Müller, Vorsitzende der BDEW-Hauptgeschäftsführung. Aufgrund der überwiegend schwankenden Produktion und der fehlenden Speichertechnologien seien erneuerbare Energien allerdings noch nicht in der Lage, ausreichend Grundlaststrom bereit zu stellen. „Ein zukunftsfähiger Kraftwerkspark muss eine breite Palette von Technologien wie zum Beispiel Anlagen zur Nutzung erneuerbarer Energien und in Ergänzung auch Kohle-, Gas- sowie Kernkraftwerke aufweisen. Gleichzeitig sollte dieser Kraftwerkspark ein sinnvolles Spektrum an Anlagengrößen von der dezentralen Kraft-Wärme-Kopplung bis hin zu zentralen Großkraftwerken für die Grundlastversorgung umfassen.” Der Anteil der Windenergie an der Stromerzeugung ging laut BDEW von 6,6 Prozent 2008 auf 6,4 Prozent 2009 zurück. Biomasse lieferte 4,4 Prozent des Stroms nach 3,6 Prozent ein Jahr zuvor. Wasserkraft blieb konstant bei 3,3 Prozent. Die Photovoltaik verzeichnete einen Zuwachs von 0,7 auf 1,0 Prozent und liegt 2009 damit erstmals vor der Stromerzeugung aus Müllkraftwerken.

Kommission verhandelt Nuklear-Partnerschaftsabkommen mit Russland

Dienstag, 22. Dezember 2009

Der Rat der Europäischen Union hat die Kommission ermächtigt, ein Partnerschaftsabkommen zwischen der Europäischen Atomgemeinschaft Euratom und der Russischen Förderation auf dem Gebiet der friedlichen Nutzung der Kernenergie auszuhandeln. Russland ist nach Angaben der Kommission eines der weltweit wichtigsten Lieferländer für Nuklearmaterial und kerntechnische Ausrüstung. Außerdem versorge es in großem Umfang Kernkraftwerksbetreiber in der EU mit Kernbrennstoff und zugehörigen Dienstleistungen des Kernbrennstoffkreislaufs. „Dies ist ein wichtiger Schritt, der den Beziehungen zwischen der EU und Russland im Energiesektor neuen Auftrieb geben wird. Ein solches Abkommen schafft sowohl für die Regierungen als auch für die Industrie einen stabilen, verlässlichen Rechtsrahmen, strebt ein vergleichbares Niveau der Standards für Sicherheit und Gefahrenabwehr an und erleichtert den legalen Nuklearhandel zwischen den Vertragsparteien”, sagte EU-Energiekommissar Andris Piebalgs. Bislang hat die Gemeinschaft Abkommen über die Zusammenarbeit im Nuklearbereich mit vier bedeutenden Lieferländern für Kernmaterial abgeschlossen: den Vereinigten Staaten, Kanada, Australien und Kasachstan. Kooperationsabkommen wurden auch mit Usbekistan, der Ukraine und Japan, einem wichtigen EU-Kunden, unterzeichnet. Vor kurzem hat die Gemeinschaft ein auf Forschung und Entwicklung beschränktes Abkommen mit China geschlossen. Die Abkommen mit Kanada und Australien werden zurzeit neu ausgehandelt.

DUH: Deutschland und EU müssen Vorreiterrolle wahrnehmen

Dienstag, 22. Dezember 2009

Nach dem Scheitern des Klimagipfels von Kopenhagen geraten nach Einschätzung der Deutschen Umwelthilfe (DUH) auch die nationalen Klimaschutzziele unter Druck. Insbesondere die von der Bundesregierung gegenüber 1990 angestrebte CO2-Reduktion um 40 Prozent bis 2020 werde von Teilen der Wirtschaft und ihren Verbänden unter Hinweis auf die „internationale Wettbewerbsfähigkeit” massiv in Frage gestellt. Die Bundesregierung dürfe den „Pressionen aus den Chefetagen der Traditionsindustrien” nicht nachgeben. Es sei angesichts der Sackgasse, in die die weltweite Klimadiplomatie geraten sei, heute wichtiger denn je, dass Deutschland und Europa ihre selbst beanspruchte Vorreiterrolle im Klimaschutz auch wahrnähmen. Im „Copenhagen Accord” sei verabredet worden, dass die Industriestaaten bis zum 31. Januar 2010 ihre Klimaziele für 2020 quantifizieren, so DUH-Bundesgeschäftsführer Rainer Baake. „Wir fordern, dass die EU jetzt ohne Wenn und Aber eine Reduktion ihrer Emissionen um 30 Prozent zusagt.” Die Antwort Europas auf die bislang schwerste Krise im Klimaprozess dürfe nicht Verzagtheit sein. Baake forderte Bundeskanzlerin Merkel auf, eine Initiative für einen EU-Sondergipfel im Januar zu starten, auf dem die EU die notwendigen Beschlüsse fassen müsse. „Innenpolitisch verlangen wir von der Bundesregierung im bevorstehenden Jahr 2010 einen konkreten Plan, wie die zugesagte Reduktion der Treibhausgasemissionen um 40 Prozent bis 2020 und von 80 bis 95 Prozent bis 2050 konkret umgesetzt werden soll. Wir müssen beweisen, dass ein Industrieland seine Treibhausgaslast schrittweise herunterschrauben und seinen Bürgerinnen und Bürgern dennoch oder gerade deshalb ein gutes Leben bieten kann.”

BDI lehnt unkonditioniertes 40-Prozent-Minderungsziel ab

Dienstag, 22. Dezember 2009

„Nach dem ernüchternden Ergebnis von Kopenhagen muss die EU alles dafür tun, Klimatechnologien und den internationalen Kohlenstoffhandel zu forcieren”, fordert BDI-Präsident Hans-Peter Keitel. „Die deutsche Industrie wünscht sich im Interesse des weltweiten Klimaschutzes und eines qualifizierten Wachstums eine bindende Vereinbarung mit ambitionierten Zielen. Wir haben uns zu hohen Anstrengungen verpflichtet, wenn die Bedingungen in vergleichbarer Weise für alle gelten. Zu diesen Anstrengungen stehen wir weiterhin. Wir bieten der Politik, insbesondere dem federführenden Bundesumweltminister, ausdrücklich unsere Unterstützung an.” Der BDI trage die Position des Europäischen Rats mit, den Ausstoß von Treibhausgasen bis 2020 um 20 Prozent zu senken. „Eine einseitige Festlegung auf 30 Prozent lehnt die Industrie ab, wenn es kein globales Konzept gibt”, sagte Keitel. Die Politik müsse auch beim Klimaschutz die wirtschaftlichen Möglichkeiten im Auge behalten, um die aktuelle Wirtschaftskrise durch Wachstum zu überwinden. „Das im Koalitionsvertrag enthaltene unkonditionierte deutsche Minderungsziel von 40 Prozent lehnen wir ab. Das verschlechtert die Wettbewerbsfähigkeit unserer Unternehmen, kostet Deutschland Arbeitsplätze und nutzt dem Klimaschutz nichts.”

Konjunkturverlauf ließ Energieverbrauch sinken

Dienstag, 22. Dezember 2009

Der Energieverbrauch in Deutschland ist 2009 nach vorläufigen Berechnungen der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen (AGEB) gegenüber 2008 um 6,5 Prozent auf 453,1 Millionen Tonnen Steinkohleneinheiten (SKE) und damit auf den niedrigsten Stand seit Anfang der siebziger Jahre gesunken. Wesentlichen Einfluss auf den ungewöhnlich starken Abwärtstrend habe die gesamtwirtschaftliche Entwicklung. Da energieintensive Grundstoffindustrien in besonderen Maße von der Konjunkturentwicklung betroffen seien, sei der Energieverbrauch stärker zurückgegangen als das Bruttoinlandsprodukt. Der Verbrauch an Mineralöl verminderte sich um 5,8 Prozent auf 156,8 Millionen Tonnen SKE und damit auf den niedrigsten Stand seit der Wiedervereinigung. Mit einem Anteil von 34,6 Prozent am Gesamtverbrauch blieb Mineralöl der mit Abstand wichtigste Energieträger. Der Erdgasverbrauch sank um 5,5 Prozent auf 98,5 Millionen Tonnen SKE. Der Anteil des Erdgases stieg leicht auf 21,7 Prozent. Der Steinkohlenverbrauch sank deutlich um rund 18 Prozent auf 50,3 Millionen Tonnen SKE und deckte elf Prozent des Verbrauchs. Braunkohle trug mit 51,5 Millionen Tonnen SKE knapp drei Prozent weniger zur Energiebilanz bei, ihr Deckungsbeitrag stieg leicht auf 11,4 Prozent. Die Stromerzeugung aus Kernkraft sank um knapp zehn Prozent auf 50,1 Millionen Tonnen SKE, was elf Prozent des Gesamtbedarfs ausmacht. Die Wasserkraftwerke (ohne Pumpspeicher) produzierten 2009 rund sieben Prozent weniger Strom. Die Stromerzeugung aus Windkraftanlagen sank um etwa acht Prozent. Insgesamt konnten die erneuerbaren Energien ihren Beitrag zur Deckung des Energieverbrauchs um knapp einen Prozentpunkt auf etwa neun Prozent erhöhen. 2009 ergaben sich Zuwächse vor allem aus der Biomasse, der Photovoltaik und den Biokraftstoffen.

Deutschland genehmigt Ostseepipeline

Dienstag, 22. Dezember 2009

Nun hat auch das Bergamt Stralsund die bergrechtliche Genehmigung zum Bau der Ostseepipeline erteilt. Mit der Genehmigung des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie für die deutsche Ausschließliche Wirtschaftszone wird laut Bundeswirtschaftsministerium in Kürze gerechnet. Dies stelle einen weiteren wichtigen Schritt zur Realisierung dieser Pipeline dar, so Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle. „Die Arbeiten können nun bald aufgenommen werden, damit - wie geplant - Ende 2011 russisches Erdgas nach Greifswald transportiert und von dort in das deutsche und europäische Netz verteilt werden kann. Für die zukünftige Sicherung der Versorgung Europas und Deutschlands ist die geplante Pipeline und die damit verbundene Diversifizierung der Transportwege von großer Bedeutung. Mit dem Bau der Pipeline werden weitere Investitionen, beispielsweise für Anbindungspipelines in Deutschland, angeschoben und Arbeitsplätze geschaffen.”

Unternehmer-Initiative: Deutschland muss Aktivitäten beim Klimaschutz intensivieren

Montag, 21. Dezember 2009

Als „nicht hinreichend” bewerten die in der Initiative „2o - Deutsche Unternehmer für Klimaschutz” verbundenen Unternehmer die UN-Klimaverhandlungen. Jetzt müssten zügig Folgeverhandlungen aufgenommen werden, um einen klaren Fahrplan und verbindliche Maßnahmen für den globalen Klimaschutz festzuschreiben. Dabei müsse den wissenschaftlichen Erkenntnissen Rechnung getragen und eine Reduktion der globalen Treibhausgas-Emissionen um mindestens 50 Prozent bis zum Jahr 2050 verbindlich vereinbart werden. Ein zu beschließendes internationales Klimaschutzabkommen sollte die möglichst global umfassende Einpreisung von Treibhausgasen und die Verknüpfung und Weiterentwicklung bestehender regionaler Emissionshandelssysteme zum Kernbestandteil haben. Parallel zu den internationalen Klimaschutzverhandlungen muss Deutschland nach Einschätzung der Initiative jetzt seine Aktivitäten beim Klimaschutz intensivieren, auch um die technologische Vorreiterrolle deutscher Unternehmen beim Klimaschutz zu festigen. Der Initiative gehören führende Manager der Otto Group, der Hubert Burda Media Holding, der Allianz, der Deutschen BP, der Vattenfall Europe, der Schüco International, der Deutschen Bahn, der Deutschen Telekom der Beluga Shipping und der EnBW Energie Baden-Württemberg an.

RWE Effizienz und inHaus Zentrum kooperieren

Montag, 21. Dezember 2009

Die RWE Effizienz GmbH hat einen Systempartner-Vertrag mit dem Duisburger inHaus Zentrum für intelligente Raum- und Gebäudesysteme der Fraunhofer Gesellschaft geschlossen. „Die Kooperation mit dem Fraunhofer-Institut ermöglicht der RWE Effizienz GmbH den Zugang zu Zukunftstechnologien und die wirtschaftliche sowie zeitnahe Entwicklung innovativer Produkte zur Erhöhung der Energieeffizienz in der Hausanwendung”, so Geschäftsführer Norbert Verweyen. „Wir bringen umfassendes Experten Know-how aus vielen Effizienzprojekten rund um die Energieversorgung in diese Systempartnerschaft ein.” Weitere Systempartner der geplanten Kooperation sind die Firmen T-Systems, Gartner, BASF, Hochtief, Henkel, Xella und Isover. Ziel ist es, neue Technik- und Anwendungslösungen für Räume und Gebäude zu entwickeln und diese im Anschluss erfolgreich für Endkunden zu nutzen. Laut RWE stehen im Fokus der Zusammenarbeit die Datenkommunikation einschließlich Smart Metering, erzeugergeführtes Lastmanagement für Mikro-KWK, Erdgas-Plus-Technologien, kontrollierte Be- und Entlüftung, Energiespeichertechnologien für den Massenmarkt und die bedarfsoptimierte Einstellung von Heizungssystemen.

Deutsche Energiewirtschaft bekennt sich zum Klimaschutz

Montag, 21. Dezember 2009

„Die deutschen Energieunternehmen bekennen sich ausdrücklich zum Klimaschutz und sind sich ihrer Verantwortung für die weitere Reduktion der CO2-Emissionen bewusst”, versicherte Hildegard Müller, Vorsitzende der Hauptgeschäftsführung des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW), nach dem Scheitern der UN-Klimakonferenz in Kopenhagen. Die deutsche Energiewirtschaft wolle maßgeblich dazu beitragen, das Ziel der Bundesregierung, die CO2-Emissionen bis 2020 um 40 Prozent zu senken, zu erreichen. „Die 1.800 Energieversorger im BDEW streben bis zum Jahr 2050 die kohlenstoffneutrale Energieerzeugung an. Dafür sind umfangreiche Innovationen und Investitionen notwendig.” Müller bedauerte, dass sich die internationale Staatengemeinschaft nicht auf verbindliche Klimaschutzziele habe einigen können. Die Delegationen sollten möglichst bald im Jahr 2010 an den Verhandlungstisch zurückkehren. „Ziel muss es bleiben, ein konkretes Klimaschutzabkommen zu unterzeichnen, das alle Staaten mit einbezieht. Ansonsten wird der Klimaschutz scheitern. Auch laufen dann die Europäische Union und Deutschland Gefahr, sich aufgrund der bisher selbst gesteckten Klimaschutzziele als Wirtschaftsstandort aus einem international wettbewerbsfähigen Markt auszugrenzen. Dazu darf es nicht kommen.”