Archiv für November 2009
Montag, 30. November 2009
Die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) hat in Berlin Vorreiter auf dem Bioerdgasmarkt ausgezeichnet. Als „Biogaspartnerschaft des Jahres 2009″ wurde die erdgas schwaben GmbH für die vorbildliche Nutzung von biologischen Abfällen am Standort Altenstadt geehrt. Den erstmals vergebenen „Innovationspreis biogaspartner 2009″ erhielt die bmp greengas GmbH für ihre Pionierarbeit im Bereich des Handels mit Biomethan. Weitere Auszeichnungen gingen an die Gasag-Tochter GreenGas Rathenow für die Vermarktung von Biomethan im Kraftstoffbereich und an die Primagas GmbH, die mit ihren Service- und Leistungsangeboten Ausfälle bei der Flüssiggasbereitstellung reduziert, wodurch die Einspeisung von Biogas kontinuierlich gewährleistet wird. dena-Geschäftsführer Andreas Jung: „Die Gewinner überzeugen mit innovativen und verbindlichen Konzepten, die einen signifikanten Beitrag zur Potenzialerschließung der Biogaseinspeisung leisten. Biomethan soll einen bedeutenden Anteil im künftigen Energiemix in Deutschland übernehmen. Die gesetzlichen Netzzugangsregelungen für Biogas haben zum Ziel, bis 2020 die Einspeisung von jährlich sechs Milliarden Kubikmetern Biogas in das Erdgasnetz zu ermöglichen.”
Schlagworte:, Biogaseinspeisung
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Montag, 30. November 2009
„Unser Energiesystem wird sich in den nächsten Jahren erheblich verändern. Zum einen haben wir einen immer größeren Anteil erneuerbarer Energien. Zum anderen muss das bestehende Stromsystem aufgrund der Altersstruktur der Netze und Kraftwerke umfassend modernisiert werden. Daraus ergibt sich eine gute Gelegenheit, ein flexibles und effizientes Energiesystem mit hohem Anteil erneuerbarer Energien zu schaffen”, sagte Jürgen Becker, Staatssekretär im Bundesumweltministerium, beim Jahreskongress des Förderprogramms „E-Energy” in Berlin. „Wir werden den vorgesehenen Ausbau der erneuerbaren Energien nur sinnvoll umsetzen können, wenn wir das Zusammenspiel aller Stromerzeuger und -verbraucher intelligenter gestalten und dabei auch Speicher einbeziehen.” Bei dem Förderprogramm „E-Energy - IKT-basiertes Energiesystem der Zukunft” kooperieren Bundeswirtschafts- und Bundesumweltministerium. Ziel ist die Optimierung der Energieversorgung durch den Einsatz moderner Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT). In sechs Modellregionen werden mit einem Fördervolumen von insgesamt 60 Millionen Euro entsprechende Konzepte und Technologien entwickelt und umgesetzt.
Schlagworte:Intelligente Netze
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Dienstag, 24. November 2009
Einige Aspekte des Klimawandels werden früher und stärker eintreten als noch vor wenigen Jahren vermutet. Zu diesem Ergebnis kommen 26 Wissenschaftler, die meisten davon Autoren früherer Berichte des Weltklimarates IPCC, in dem Bericht „Copenhagen Diagnosis”, der neue Schlüsselergebnisse der Klimaforschung zusammenfasst. Danach ist der Meeresspiegel in den vergangenen 15 Jahren um mehr als fünf Zentimeter gestiegen. Der Anstieg liegt damit rund 80 Prozent über den Projektionen aus dem dritten Sachstandsbericht des IPCC von 2001. Durch den Schmelzwasserzufluss von Eisschilden und Gebirgsgletschern könnte der Pegel bis 2100 global um mehr als einen Meter bis maximal zwei Meter ansteigen. Im Jahr 2008 wurden rund 40 Prozent mehr CO2 aus fossilen Quellen freigesetzt als 1990. Selbst wenn die Emissionen nicht weiter zunähmen, wäre schon innerhalb von 20 Jahren das Emissionsbudget aufgebraucht, das der Welt noch zur Verfügung steht, wenn die globale Erwärmung auf höchstens zwei Grad Celsius begrenzt werden soll. Aus dem Bericht geht hervor, dass die globalen Emissionen in spätestens fünf bis zehn Jahren ihren Gipfel überschritten haben und anschließend schnell abnehmen müssen, damit die schlimmsten Auswirkungen des Klimawandels vermieden werden können. „Dies ist der letzte wissenschaftliche Aufruf an die Unterhändler von 192 Staaten, den Klimaschutz-Zug in Kopenhagen nicht zu verpassen”, so Hans Joachim Schellnhuber, Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) und Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirats der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen. „Sie müssen die ganze Wahrheit über die globale Erwärmung und die damit verbundenen nie dagewesenen Risiken kennen.”
Schlagworte:Klimaforschung, Klimawandel, UN-Klimaverhandlungen
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Dienstag, 24. November 2009
Die Offshore-Anbindungsleitung „BorWin 1″ kann den Testbetrieb aufnehmen. Sie dient der Netzanbindung des ersten kommerziellen deutschen Offshore-Windparks „BARD 1″ Es handelt sich um eine Hochspannungsgleichstrom-Übertragungsleitung (HGÜ), die ABB im Auftrag des Übertragungsnetzbetreibers transpower errichtet hat. Laut dem Bundeswirtschaftsministerium kommt dabei weltweit zum ersten Mal die „HVDC light”-Technik zum Einsatz. „Die Bundesnetzagentur hat mit ´BorWin 1` nicht nur für eine prompte Netzanbindung, sondern auch für technische Innovationen gesorgt”, so Staatssekretär Jochen Homann. „Dies zeigt, dass im Netz neue Technologien auf wirtschaftliche Weise zum Einsatz kommen. Denn wir brauchen für den Strom aus erneuerbaren Energien moderne und leistungsfähige Netze.”
Schlagworte:Offshore-Anbindungsleitung. HGÜ, Offshore-Windenergie
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Dienstag, 24. November 2009
Die fluktuierende Verfügbarkeit aus Solar- und Windenergie führt dazu, dass die Strom- und Wärmeerzeugung aus diesen Quellen nicht zu jeder Zeit gewährleistet ist. Daher müssen neben einer intelligenten Vernetzung des gesamten Spektrums erneuerbarer Energien Speicher zur Verfügung stehen. „Die Entwicklung der Speichertechnik ist schon weiter als vielfach angenommen”, sagte Hermann Scheer, Vorsitzender der Eurosolar und Präsident des Weltrats für Erneuerbare Energien (WCRE), auf der vierten Internationalen Renewable Energy Storage Conference (IRES) in Berlin. „Speichersysteme werden immer leistungsfähiger und günstiger. Sie schaffen weltweit neue Märkte für Erneuerbare Energien und beschleunigen deren Einführung.” Nobert Hüttenhölscher, Leiter der EnergieAgentur.NRW, sieht „das Ziel der Energieautonomie weltweit als politisches, technologisches und wirtschaftliches Konzept. Aktuell geht es darum, Hemmnisse für den Ausbau Erneuerbarer Energien zu beseitigen. Maßgebend für weitere Fortschritte bei der Nutzung Erneuerbarer Energien ist aber die Optimierung der Speichertechnologie.” Hüttenhölscher findet es bemerkenswert, „das aus der Energieregion NRW hier starke Impulse aus Wirtschaft und Wissenschaft geleistet werden.”
Schlagworte:Eurosolar, Speichertechnologie
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Dienstag, 24. November 2009
Es dürfe zu keinen Verzögerungen beim Umbau der deutschen Energieversorgung hin zu mehr dezentraler Stromerzeugung und zum Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) sowie der erneuerbaren Energien kommen, mahnte Hans-Joachim Reck, Hauptgeschäftsführer des Verbandes kommunaler Unternehmen (VKU), auf dem Stadtwerkekongress in Dresden. Er betrachte mit Sorge die aktuelle Entwicklung und erste Hinweise, dass eine Laufzeitverlängerung negative Auswirkungen auf den Ausbau erneuerbarer Energien und weiterer hocheffizienter KWK-Anlagen haben könnte. „Zusätzliche Gewinne aus Laufzeitverlängerungen müssen abgeschöpft werden und den Stadtwerken einen Ausbau einer dezentralen und zukunftsfähigen Energieversorgung ermöglichen. Auch eine Zementierung des Oligopols im Erzeugungsmarkt darf es nicht geben.” Die Stadtwerke könnten einen beachtlichen Beitrag zu den politischen Klimaschutzzielen leisten. „Man muss den Stadtwerken hierzu aber auch die Möglichkeiten geben und die Rahmenbedingungen von Seiten der Politik verlässlich gestalten. Es kann nicht sein, dass sich stetig die Szenarien ändern und dadurch auch bereits gefällte oder noch in Planung befindliche Investitionsentscheidungen überprüft werden müssen oder sogar hinfällig werden.”
Schlagworte:Energieversorgung, Kraft-Wärme-Kopplung, Laufzeitverlängerung
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Montag, 23. November 2009
Mit vereinten Kräften wollen sich die EU-Umweltminister gegen ein Scheitern von Kopenhagen stemmen. Das versicherte Bundesumweltminister Norbert Röttgen nach der außerplanmäßigen Sitzung des Umweltrats in Brüssel. „Es geht darum, dass die Staatengemeinschaft es schafft, in einer einmaligen gemeinsamen Kraftanstrengung das Ruder herumzureißen und den Klimawandel zu stoppen. Es geht um die Rettung von Millionen von Menschen, um die Verhinderung von Naturkatastrophen und von Flüchtlingsdramen. Zum Erfolg von Kopenhagen gibt es keine Alternative. In Kopenhagen müssen die Würfel fallen. Es muss eine ambitionierte, verbindliche politische Entscheidung zwischen allen Staaten getroffen werden.” Die Entscheidung von Kopenhagen müsse dann im nächsten Jahr in ein rechtliches Abkommen überführt werden. In Kopenhagen müsse ein Regelwerk in Gang gebracht werden, das funktioniere. „Wenn wir Schlupflöcher zulassen, dann wird es keine Kraft entwickeln. Dann gefährden wir nicht nur das Klima, sondern auch die ökonomischen Triebkräfte, die wir für die Neuausrichtung unserer Wirtschaftsweise brauchen.”
Schlagworte:UN-Klimagipfel
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Montag, 23. November 2009
Die Europäische Gemeinschaft ist der Internationalen Organisation für Erneuerbare Energien (IRENA) beigetreten. Schwerpunkt der IRENA wird die Beratung ihrer Mitgliedsstaaten beim Auf- und Ausbau von politischen Rahmenbedingungen im Bereich erneuerbarer Energien sein. Zudem soll sie Unterstützung beim Technologie- und Wissenstransfer sowie bei Finanzierungsfragen leisten. Nach Angaben des Auswärtigen Amtes haben bisher 137 Staaten und die EU die IRENA-Statuten unterzeichnet. Deutschland errichtet in Bonn ein Innovationszentrum für Erneuerbare Energien.
Schlagworte:IRENA
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Montag, 23. November 2009
Verbindliche Nachhaltigkeitsstandards für fossile Kraftstoffe fordert der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE). Grund seien die in den nächsten Jahren massiv steigenden Treibhausgasemissionen aus fossilen Kraftstoffen, weil zunehmend unkonventionelle Ölquellen wie Teersand oder Schwerstöl für die Kraftstoffproduktion ausgebeutet würden. Wegen aufwendigerer Förderungstechnologien stiegen zudem die Emissionen auch aus herkömmlicher Erdölproduktion. „Selbst wenn der weltweite Kraftstoffverbrauch in den kommenden Jahren nicht deutlich ansteigen sollte, erhöhen sich die Treibhausgasemissionen im Verkehrssektor durch die veränderte Rohstoffgewinnung deutlich. Ohne wirksame Gegenmaßnahmen wird es daher unmöglich, die Klimaschutzziele im Verkehrssektor zu erreichen”, folgert Björn Klusmann, Geschäftsführer des BEE, aus einer Studie. Nachhaltigkeitsstandards müssten Obergrenzen für CO2-Emissionen ebenso umfassen wie den schonenden Umgang mit natürlichen Ressourcen und die sachgerechte Entsorgung anfallender Schadstoffe. Um insbesondere den steigenden Anteil unkonventioneller Ölgewinnung zu ersetzen, sollten vermehrt nachhaltig produzierte Biokraftstoffe zum Einsatz kommen. „Biokraftstoffe könnten die Hälfte des heutigen weltweiten Kraftstoffverbrauchs klima- und umweltschonend decken. Wir müssen diesen Weg jetzt schnell einschlagen: weg von schmutziger fossiler zu sauberer erneuerbarer Energie.”
Schlagworte:Biokraftstoffe, fossile Kraftstoffe, Verkehrssektor
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Montag, 23. November 2009
Erstmals hat die Bundesnetzagentur Investitionsbudgets für den Netzanschluss von zwei Offshore-Windparks in der Nordsee genehmigt. Für zwei Projekte kann die transpower stromübertragungs gmbh ihre Erlösobergrenze, die die Bundesnetzagentur im Rahmen der Anreizregulierung festgelegt hat, ab dem Jahr 2010 um die Kapitalkosten der genehmigten Investitionsprojekte anpassen. „Mit der Genehmigung von Investitionsbudgets sorgen wir für Rahmenbedingungen, die zu einer hohen Investitions- und Planungssicherheit beitragen”, sagte Matthias Kurth, Präsident der Bundesnetzagentur. „Die rechtzeitige Anbindung von Offshore-Windparks ist eine der wichtigen Aufgaben, um den Erfolg erneuerbarer Energien sicherzustellen. Die Bundesnetzagentur sieht sich hier den Zielen des Energiewirtschaftsgesetzes und den Klimazielen der Bundesregierung gleichermaßen verpflichtet.” Besonders in Zeiten, in denen Klimaschutzziele kontrovers diskutiert würden, sei es ihm wichtig, mit den aktuellen Entscheidungen weitere positive Signale für die Sicherheit von Investitionen in erneuerbare Energien zu setzen und die widerstreitenden Interessen zwischen niedrigen Netzentgelten einerseits und notwendigen Netzinvestitionen für die Einspeisung erneuerbarer Energien andererseits in einen vernünftigen Ausgleich zu bringen, betonte Kurth. Insgesamt sind bei der Bundesnetzagentur in den Jahren 2008 und 2009 rund 480 Anträge auf Genehmigung von Investitionsbudgets mit einem Volumen von rund 13 Milliarden Euro gestellt worden. Der Großteil der beantragten Investitionen entfällt mit insgesamt rund elf Milliarden Euro auf den Stromsektor. Hier liegt der größte Anteil mit rund neun Milliarden Euro im Bereich der Übertragungsnetzbetreiber, wobei der Anteil der Offshore-Projekte rund drei Milliarden Euro beträgt.
Schlagworte:Investitionsbudgets, Offshore-Windparks
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