Archiv für Oktober 2009
Freitag, 30. Oktober 2009
Zwölf Unternehmen und die Desertec Foundation haben in München die DII GmbH gegründet. Ziel ist eine zügige Umsetzung des von der Desertec Foundation geförderten Desertec-Konzepts. DII soll geeignete Rahmenbedingungen für Investitionen analysieren, um die MENA-Region (Nordafrika und Naher Osten) und Europa mit Sonnen- und Windenergie beliefern zu können. Langfristiges Ziel ist es, einen erheblichen Anteil des Strombedarfs für die Region und 15 Prozent des europäischen Strombedarfs zu erzeugen. Gründungsgesellschafter sind ABB, Abengoa Solar, Cevital, Desertec Foundation, Deutsche Bank, E.ON, HSH Nordbank, MAN Solar Millennium, Munich Re, M+W Zander, RWE, Schott Solar und Siemens. Paul van Son, Geschäftsführer der DII: „Wir sehen in der Desertec-Vision einen ganz entscheidenden Baustein für den Übergang zu einer nachhaltigen Energieversorgung für die MENA-Staaten und Europa. Jetzt ist die Zeit, aus dieser Vision Wirklichkeit werden zu lassen. Durch intensive Zusammenarbeit und einen interkulturellen Dialog wollen wir eine solide Basis dafür schaffen, dass Investitionen in erneuerbare Energien und miteinander verbundene Stromnetze möglich werden.”
Schlagworte:Desertec, Solarplan
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Freitag, 30. Oktober 2009
Moderne Heizungsanlagen arbeiten um ein Vielfaches effizienter als ihre Vorgänger. Das zeigt ein aktueller Marktcheck im Auftrag des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv). Die Ergebnisse und Vergleiche der gängigen Bauformen und Heiztechniken sind unter www.verbraucherinfothek.de zu finden.
Schlagworte:Heizungsmodernisierung, Raumwärme
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Donnerstag, 29. Oktober 2009
Durch die gekoppelte Erzeugung von Strom und Wärme lässt sich Energie sehr effizient gewinnen. In der Koalitionsvereinbarung werde die Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) zwar nicht erwähnt, sagte Dieter Attig, Präsident des Bundesverbands Kraft-Wärme-Kopplung (B.KWK), auf dem KWK-Kongress in Berlin. Der Begriff Energieeffizienz umfasse aber KWK, insofern sei zu hoffen, dass nicht am Ausbauziel einer Verdoppelung des Anteils auf 25 Prozent bis 2020 „gewackelt” werde. Mit Blick auf Akzeptanzprobleme sagte Attig: „Neue Kohlekraftwerke zu bauen, ist heute ein Problem. Wenn man in der Erzeugung bleiben will, muss man sich mit Erneuerbaren und KWK beschäftigen.” Für Franzjosef Schafhausen vom Bundesumweltministerium (BMU) stellt die Tatsache, dass KWK in der Koalitionsvereinbarung nicht explizit erwähnt wird, kein Problem dar. Es sei eindeutig festgehalten, dass das Meseberg-Programm weiter umgesetzt werden solle. „KWK spielt dabei eine große Rolle.” Ein Plädoyer für KWK und erneuerbare Energiequellen hielt Olav Hohmeyer, Professor an der Universität Flensburg und Mitglied des Sachverständigenrats für Umweltfragen (SRU). Man stehe derzeit vor einer Grundsatzentscheidung: Regenerative Energien oder Grundlastkraftwerke. Hohmann hält es für einen Denkfehler, dass konventionelle Energieerzeugung auf Dauer die kostengünstigste Lösung sei, in der Periode 2020 bis 2025 werde das andere Energiesystem das kostengünstigere werden, „und das auf Dauer”. Seine Überzeugung: „Wir müssen auf KWK und regenerative Energiequellen setzen.”
Schlagworte:Kraft-Wärme-Kopplung, KWK
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Dienstag, 27. Oktober 2009
„Ein starkes Zeichen für einen progressiven Klima- und Ressourcenschutz im Wärmemarkt” sieht der Bundesindustrieverband Haus-, Energie- und Umwelttechnik (BDH) im Koalitionsvertrag. „Bei konsequenter Umsetzung des Vertrages dürften die enormen Energieeinspar- und CO2-Minderungspotenziale im Gebäudebestand tatsächlich gehoben werden. Schlüssel dazu wird eine Verdoppelung des Modernisierungstempos sein”, so BDH-Präsident Klaus Jesse. Nach Meinung von BDH-Hauptgeschäftsführer Andreas Lücke spiegelt sich die „BDH-Doppelstrategie Effizienz und erneuerbare Energien” eindeutig im Koalitionsvertrag wieder. „In den kommenden Wochen und Monaten werden wir im Dialog mit der Politik ordnungs- und förderpolitische Konzepte diskutieren, die den Schlafenden Riesen Wärmemarkt tatsächlich wecken können.” Laut BDH entsprechen nur rund 13 Prozent der deutschen Heizungssysteme dem Stand der Technik und kombinieren damit hohe Effizienz mit erneuerbaren Energien. Um den Modernisierungsstau abzubauen, setzt sich der Verband für die Zusammenführung der Energieeinsparverordnung und des Erneuerbare-Energien-Wärmegesetzes ein. Das Marktanreizprogramm sollte zudem ausgebaut, verstetigt und vereinfacht werden.
Schlagworte:Energetische Sanierung, Raumwärme, Wärmemarkt
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Dienstag, 27. Oktober 2009
Der VDE richtet anlässlich des Energietechnik-Kongresses in Düsseldorf fünf Empfehlungen an die neue Bundesregierung. Danach sollen prioritäre Aufgaben in der Energieforschung die Aufstockung der Fördermittel auf ein international konkurrenzfähiges Niveau, die Zusammenführung der Verantwortlichkeiten und Kompetenzen in einem Ministerium und die Intensivierung und Fokussierung der Forschungsanstrengungen insbesondere auf dem Gebiet der Speichertechnologien sowie die Entwicklung eines strategisch ausgerichteten Gesamtkonzepts sein. Der VDE plädiert für einen ausgewogenen Energiemix und die Modernisierung und umfassende Aufrüstung der Stromnetze mit Informationstechnologien, um zu Smart Grids, Virtuellen Kraftwerken und Smart Metering zu kommen. Nach Meinung der VDE-Experten ist zudem ein Zusammenwachsen von Strom- und Verkehrsnetz erforderlich, da die Anbindung des Elektromobils an das Stromnetz die Chance eröffnet, die volatile Energieerzeugung aus erneuerbaren Energien durch die Speicherkapazitäten der Elektromobile zu puffern. „Die Steigerung der Energieeffizienz eröffnet große Potenziale zur Energieeinsparung und - als Leitinnovation - auch für die Industrie”, heißt es in dem Papier weiter. „Deshalb sollte die Stromeffizienz von Geräten, Anlagen und Prozessen wirtschaftlich durch Marktanreize für energieoptimierte Produkte, durch eine entsprechende Kennzeichnungspflicht und durch Impulsprogramme gefördert sowie technologisch insbesondere mittels Systemintegration in der Leistungselektronik verbessert werden.”
Schlagworte:Energieeffizienz, Energieforschung, Energiemix
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Dienstag, 27. Oktober 2009
„Die aktuellen Diskussionen über die Rechtmäßigkeit von Preisanpassungsklauseln in Haushaltskundenverträgen sollten nicht dazu führen, dass die tatsächlich vorgenommenen Preisanpassungen der Versorger aus dem Blickfeld geraten. Völlig unabhängig davon, ob Preisanpassungsklauseln formal wirksam oder unwirksam sind, haben die Unternehmen der deutschen Gaswirtschaft mit den Preisanpassungen der letzten Jahre auf steigende und sinkende Beschaffungskosten reagiert”, stellt der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) fest. „Im Durchschnitt sind die Gaspreise mittlerweile auf dem niedrigsten Stand seit dem zweiten Halbjahr 2006. Daran zeigt sich: Die Preisanpassungen der Unternehmen funktionieren in beide Richtungen.” Um im Wettbewerb im Wärmemarkt sowie im zunehmenden Gas-zu-Gas-Wettbewerb erfolgreich bestehen zu können, hätten die Gasunternehmen ein Interesse, ihren Kunden möglichst günstige Tarife anzubieten. Immer mehr Kunden nutzten ihre Wahlmöglichkeiten im Gasmarkt: Mittlerweile hätten 25 Prozent der Kunden ihren Tarif oder ihren Erdgaslieferanten gewechselt.
Schlagworte:Erdgaspreise, Wärmemarkt
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Montag, 26. Oktober 2009
Der Natur- und Umweltschutz droht nach Meinung des Bunds für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) zum fünften Rad am Wagen zu werden. „Schwarz-Gelb hält zwar an dem Ziel fest, die CO2-Emissionen bis 2020 um 40 Prozent zu senken, wird es jedoch mit diesem Regierungsprogramm nicht erreichen”, sagte BUND-Vorsitzender Hubert Weiger. „Das Signal für den Bau neuer Kohlekraftwerke, der Verzicht auf ausreichend ambitionierte Maßnahmen zur Förderung der Energieeffizienz gehen ebenso in eine nicht zukunftsfähige Richtung wie das Vorhaben, die energieintensive Industrie beim Emissionshandel noch weiter zu entlasten. Nicht zukunftsfähig sind auch die Ankündigungen, mehr in den Straßenbau zu investieren und CO2-Absenkungen in der Autoindustrie auszubremsen.” Weiger kritisierte auch die geplanten längeren Laufzeiten für Atomkraftwerke, sie seien mit anhaltenden Gefahren für die Bevölkerung verbunden und bremsten eine für den Klimaschutz unverzichtbare Energiewende aus. „Längere Laufzeiten bedeuten mehr Atommüll. Schwarz-Gelb setzt aus politischen Gründen auf den ungeeigneten Salzstock in Gorleben. Mit Sicherheit und Vernunft hat das nichts zu tun.”
Schlagworte:Atomkraftwerke, Emissionshandel, Gorleben, Klimaschutz
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Montag, 26. Oktober 2009
Der neuen Bundesregierung sei an einer zukunftsfähigen Energieversorgung gelegen, konstatiert der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW). Der Koalitionsvertrag sei eine solide Basis, entscheidend aber werde sein, wie die Rahmenbedingungen des angekündigten energiepolitischen Gesamtkonzeptes aussehen würden. „Das wird der Gradmesser für eine umweltverträgliche, sichere und wirtschaftliche Energieversorgung der Zukunft sein”, sagte Hildegard Müller, Vorsitzende der BDEW-Hauptgeschäftsführung. Ein fairer und stabiler Ordnungsrahmen sei in Zukunft notwendig, damit das energiepolitische Dreieck mit seinen Zielen Umweltverträglichkeit, Versorgungssicherheit und Wirtschaftlichkeit wieder ins Lot gebracht werde. „Es ist wichtig und gut, dass der Ausbau der erneuerbaren Energien entsprechend den Zielvorgaben weiter gefördert werden soll”, so Müller. „Positiv ist auch, dass die Bedingungen für die Bioerdgas-Einspeisung im Erneuerbare-Energien-Wärme-Gesetz verbessert werden sollen.” Die Vermeidung von Unter- und Überförderung der erneuerbaren Energien und die Stärkung des Wirtschaftlichkeitsgebots seien Schritte in die richtige Richtung. Es sei entscheidend, dass die Erneuerbaren bald markt- und speicherfähig gemacht sowie weiter in das bestehende Energiesystem integriert werden sollten. Das Bekenntnis zu einer modernen Regulierungspraxis, die nicht nur niedrige Nutzungsentgelte im Blick habe, sei zu begrüßen, Und es sei richtig, dass bei Carbon Capture and Storage (CCS) eine zeitnahe Umsetzung der EU-Richtlinie erfolgen solle. „Der beabsichtigte Ausbau von entsprechenden Forschungsprogrammen ist eine gute Möglichkeit, um die weitere Nutzung im Wirtschaftskreislauf von CO2 zu erforschen.”
Schlagworte:energiepolitisches Gesamtkonzept, Energieversorgung
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Montag, 26. Oktober 2009
Eine klare Zukunftsperspektive für die Kommunalwirtschaft mahnt der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) an. Dies fehle in der Endfassung des Koalitionsvertrags. „Die großen Energiekonzerne werden durch die Laufzeitverlängerung zusätzliche Gewinne erzielen. Die Stadtwerke erwarten, dass diese Gewinne größtenteils abgeschöpft werden und den Stadtwerken einen Ausbau einer dezentralen und zukunftsfähigen Energieversorgung ermöglichen”, sagte VKU-Präsident und Hannovers Oberbürgermeister Stephan Weil. Das Ziel der neuen Regierungskoalition, den Wettbewerb im Energiemarkt zu stärken, wird vom VKU begrüßt. Es reiche jedoch nicht, Preis- und Markttransparenz und den grenzüberschreitenden Stromhandel zu fördern. Erforderlich seien vielmehr neue Wettbewerber am Markt. Mit ihren hocheffizienten Kraftwerken und dem Ausbau erneuerbarer Energien, aber auch im Bereich der Energieeffizienz und intelligenter Technologien bildeten Stadtwerke ein dynamisches, lokales Gegengewicht zum Oligopol der privaten Konzerne und könnten zugleich einen beachtlichen Beitrag zu den politischen Klimaschutzzielen leisten. VKU-Hauptgeschäftsführer Hans-Joachim Reck: „Das angekündigte Energiekonzept 2010 kann ein wichtiger Schritt sein, um ein gemeinsames Verständnis zwischen Politik und Energiewirtschaft über die Ausgestaltung einer nachhaltigkeitsgerechten und wirtschaftlichen Energieversorgung zu entwickeln. Der VKU wird in diesen Dialog die kommunalwirtschaftlichen Potenziale für eine verlässliche Energieversorgung einbringen.”
Schlagworte:dezentrale Energieversorgung, Kommunalwirtschaft
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Freitag, 23. Oktober 2009
Der Verkauf der „verkleinerten” Thüga ist perfekt. E.ON und das kommunale Konsortium Integra/KOM9 haben die Verträge unterzeichnet, die kartellrechtliche Freigabe steht noch aus. Die vom Verkauf ausgenommenen Thüga-Beteiligungen werden von E.ON separat veräußert. Für die „verkleinerte” Thüga wurde ein Kaufpreis von rund 2,9 Milliarden Euro vereinbart. „Von dieser Transaktion profitieren alle Seiten”, so E.ON-Chef Bernotat. „Mit der Veräußerung der Thüga geben wir vor allem dem Wettbewerb auf dem deutschen Energiemarkt, und hier speziell im Endverbrauchergeschäft, neue Impulse. Gleichzeitig eröffnen sich für die Thüga bessere Wachstumsperspektiven, weil die Weiterentwicklung der Thüga im E.ON-Konzern aus kartellrechtlichen Gründen beschränkt war. E.ON wiederum erzielt mit der Thüga-Transaktion trotz der derzeit schwierigen Marktsituation ein finanziell sehr gutes Ergebnis.” Damit werde die Investitionskraft gestärkt. E.ON wolle bis 2011 rund 30 Milliarden Euro in eine moderne Energieversorgung insbesondere in Europa investieren. Ausgenommen von der Transaktion sind die Thüga-Beteiligungen an der Gasag Berliner Gaswerke AG, HEAG Südhessische Energie AG, Stadtwerke Duisburg sowie Stadtwerke Karlsruhe.
Schlagworte:Kommunale Unternehmen, Thüga
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