Archiv für September 2009
Mittwoch, 30. September 2009
Nach Prüfung und Genehmigung der spürbar sinkenden Netzentgelte zum 1. Oktober 2009 durch die Bundesnetzagentur sieht sich E.ON Gastransport (EGT) vor großen Herausforderungen, Kosten einzusparen und gleichzeitig einen Netzbetrieb auf qualitativ hohem Niveau aufrecht zu erhalten. „Wir werden erhebliche Anstrengungen unternehmen müssen, um auf Basis des Entgeltbescheids die Wirtschaftlichkeit des Netzbetriebs zu erhalten”, fasste Stephan Kamphues, Sprecher der Geschäftsführung der EGT, das Ergebnis zusammen. „Dennoch wird die Entscheidung der Bundesnetzagentur nicht ohne Folgen bleiben. Teile des Kundenservices sowie eine ganze Reihe interner Prozesse kommen auf den Prüfstand.”
In Einzelfällen werde es zu größeren Veränderungen der spezifischen Entgelte sowohl nach oben als nach unten kommen. Grund dafür sei zum einen die durch die Bundesnetzagentur vorgegebene Verteilung der Treibgaskosten auf die Entry- und Exit-Entgelte. Zum anderen werde auf Veranlassung der Bundesnetzagentur das System der Exit-Entgelte deutlich verändert. Trotz der laut EGT „sehr sachlichen” Prüfung und Genehmigung der Entgelte seien die Ansichten der EGT und der Bundesnetzagentur in einigen Punkten deutlich auseinandergegangen. Dazu gehörten unter anderem die Berechnung der Gewerbesteuer, die Ermittlung der Tagesneuwerte sowie die Fremdkapitalzinsen. „Diese Punkte werden gerichtlich zu klären sein”, so Kamphues.
Schlagworte:Gasfernleitung, Netzentgelte
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Mittwoch, 30. September 2009
Die Bundesnetzagentur genehmigt zum 1. Oktober 2009 für die zehn überregionalen Gasfernleitungsnetzbetreiber erstmals die Netzentgelte. Im Vergleich zu bisher nicht regulierten Entgelten liegt die Absenkung im Schnitt bei rund 25 Prozent. Zusätzlich hat die Bundesnetzagentur die überregionalen Fernleitungsnetzbetreiber verpflichtet, die in den Kalenderjahren 2011 bis 2013 erzielten Mehrerlöse zu Gunsten der Netzkunden zu verrechnen.
Einen weiteren Fortschritt sieht die Bonner Agentur in der Tatsache, dass mehrere große Gasnetzbetreiber zum 1. Oktober 2009 ihre H-Gas-Marktgebiete zusammenlegen wollen. Unter dem Dach der “NetConnect Germany” kooperieren dann die Netzbetreiber bayernets, Eni Gastransport Deutschland, E.ON Gastransport, GRTgaz Deutschland und GVS Netz. Und unter der Bezeichnung “Gaspool” verschmelzen Dong Energy Pipelines, Gasunie Deutschland, Ontras - VNG Gastransport, StatoilHydro Deutschland und Wingas Transport ihre Marktgebiete.
Neben der spürbaren Reduzierung der Netzentgelte habe die Arbeit der Bundesnetzagentur auch bei der Verringerung der Marktgebiete Früchte getragen, kommentierte Bundesnetzagentur-Präsident Matthias Kurth die Entwicklung. Es habe sich als richtig erwiesen, den Ordnungsrahmen im Wege des Dialogs mit der Gaswirtschaft weiterzuentwickeln. „Damit ist das Fundament für eine Belebung des Gaswettbewerbs im Interesse der Verbraucher erneut gestärkt worden.”
Schlagworte:Gasfernleitung, Netzentgelte
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Mittwoch, 30. September 2009
Eine Strom erzeugende Heizung produziert Strom und Wärme gleichzeitig und kann so Energie sehr effizient und umweltschonend nutzen. Im Gegensatz zu größeren Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen (KWK), die ganze Stadtteile oder Großverbraucher versorgen, sind Strom erzeugende Heizungen auf den Energiebedarf von Ein- und Mehrfamilienhäusern abgestimmt. Damit stellen sie nach Ansicht der Arbeitsgemeinschaft für sparsamen und umweltfreundlichen Energieverbrauch (ASUE) eine besonders zukunftsträchtige Lösung für die Strom- und Wärmeversorgung für Kleinverbraucher dar. Hausbesitzer könnten auf vielfältige Weise von einer Strom erzeugenden Heizung profitieren. Mit einem solchen System ließen sich 100 Prozent des Wärme- und bis zu 80 Prozent des Strombedarfs im eigenen Heim sehr effizient abdecken. Darüber hinaus profitiere auch die Umwelt durch einen in der Gesamtbilanz um bis zu 40 Prozent verringerten CO2-Ausstoß. Deshalb würden Strom erzeugende Heizungen von staatlicher Seite im Rahmen des „Klimaschutz-Impulsprogramms zur Förderung von Mini-KWK-Anlagen” attraktiv bezuschusst, so die ASUE, die unter www.stromerzeugende-heizung.de in der Rubrik „Geräteübersicht” eine Übersicht über verfügbare Anlagen gibt.
Schlagworte:Mini-KWK, Strom erzeugende Heizung, Wärmemarkt
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Dienstag, 29. September 2009
Der Strommarkt ist in Bewegung. Gegenwärtig haben die „Zweitmarken” etablierter Anbieter einen Marktanteil von zehn Prozent. Bis 2015 könnte diese Anteil auf 22 Prozent anwachsen, prognostiziert die Managementberatung A.T. Kearney. Zwei von bisher sechs Millionen Stromkunden, die ihren Anbieter gewechselt haben, sind aktuell bei unabhängigen, tatsächlich „neuen” Stromanbietern unter Vertrag. Dieser Sektor könnte seinen Marktanteil von derzeit fünf auf acht Prozent im Jahr 2015 ausweiten. Allerdings geht die von A.T. Kearney vorgelegte Studie „Unabhängige Wettbewerber auf dem Strommarkt - Wie Öko- und Billigstrom den Markt verändern” davon aus, dass hier die Ökostrom-Anbieter eine Verdoppelung ihrer Kundenzahl auf rund zwei Millionen erreichen können, während die Zahl der Kunden der unabhängigen Billigstrom-Anbieter bei einer Million stagnieren wird. „Unsere Studie macht deutlich, dass die Angebote der Billigstrom-Anbieter aufgrund ihrer Preispositionierung oftmals kaum profitabel sind”, so Hanjo Arms von A.T. Kearney und Co-Autor der Studie. „Angesichts der Preise und der üblichen Steuern, Abgaben und Netznutzungsentgelte zeigen sich meist negative Vertriebsmargen pro Kunde und Jahr.” Bei einem Anbieter mit 100.000 Kunden fielen dabei jährlich Verluste von mindestens vier Millionen Euro an. Billigstrom-Anbieter müssten daher ihr Geschäftsmodell weiterentwickeln. „Für sie gilt es, ihren Kundenbestand auf ein höheres Preisniveau hin weiter zu entwickeln und ein striktes Kostenmanagement zu praktizieren”, so Co-Autor Andreas Stender. „Andernfalls bleibt vielen Billigstrom-Anbietern langfristig nur die Möglichkeit, ihren Kundenstamm an strategische Investoren zu verkaufen. Diese sind derzeit jedoch rar gesät.”
Schlagworte:Billigstrom-Anbieter, Ökostrom-Anbieter, Strommarkt
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Sonntag, 27. September 2009
Die intensive Sonneneinstrahlung in der nordafrikanischen Wüste bietet nach Einschätzung des Auswärtigen Amts große Potenziale zur Erzeugung elektrischer Energie. Besonders aussichtsreich sei dabei die Energieumwandlung durch solarthermische Kraftwerke. Diese Technologie biete einen hohen Wirkungsgrad. Durch die Nutzung von Wärmespeichern ermögliche sie zudem die Stromerzeugung auch in den Nachtstunden. In Zusammenarbeit mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) fördert das Auswärtige Amt die Identifizierung geeigneter Standorte sowie die technische Optimierung geplanter oder in Bau befindlicher Kraftwerke mit insgesamt über vier Millionen Euro. Zielländer des auf drei Jahre angelegten Projekts „UniSolar”, das den Solarplan Mittelmeer der Union unterstützt, sind Ägypten, Algerien, Tunesien und Marokko. Außerdem setzt UniSolar auf die Vermittlung von Know-how. So sollen Fachkräfte vor Ort gezielt mit den hohen Anforderungen solarthermischer Kraftwerke vertraut gemacht werden.
Schlagworte:Solarplan Mittelmeer, Solarthermische Kraftwerke
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Freitag, 25. September 2009
Siemens Energy hat den Testbetrieb für die weltweit leistungsstärkste Gasturbine, SGT5-8000H, im Kraftwerk Irsching 4 erfolgreich abgeschlossen. Nach über 1.500 Betriebsstunden und Auswertung aller Messdaten kann die Nennleistung der Maschine Siemens zufolge von ursprünglich 340 Megawatt auf nun 375 Megawatt im reinen Gasturbinenbetrieb erhöht werden. Damit steige die Leistung im kombinierten Gas- und Dampfturbinen(GuD)-Kraftwerk um rund 40 auf mehr als 570 Megawatt. Mit dieser Mehrleistung ließen sich rund 220.000 Menschen zusätzlich mit Strom versorgen. „Mit ihrer Energieeffizienz und Leistungsfähigkeit ist die neue Gasturbine ein Paradebeispiel für den Klimaschutz”, so Michael Süß, CEO der Division Fossil Power Generation von Siemens Energy. „Im Vergleich zu den derzeit modernsten GuD-Anlagen verringert sich durch die neue Gasturbine der CO2-Ausstoß pro Jahr um rund 43.000 Tonnen.” Inzwischen hat in Irsching der Ausbau zum GuD-Kraftwerk begonnen. E.ON will die Anlage 2011 in Betrieb nehmen.
Schlagworte:Gasturbine, GuD-Kraftwerke
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Freitag, 25. September 2009
Mit intelligenter Einsparung von Energie in Wohngebäuden können Eigentümer und Mieter bei gleich bleibendem oder verbessertem Komfort viel Geld sparen und zugleich einen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Eine qualifizierte und unabhängige Energieberatung ist dabei wesentliches Hilfsmittel. Das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) verlängert daher die Förderung von Energieberatungen in Wohngebäuden vor Ort bis Ende 2014. Eine Vor-Ort-Beratung wird weiterhin mit bis zu 300 Euro bezuschusst. Bei Einbeziehung einer zusätzlichen Stromberatung erhöht sich der Zuschuss um 50 Euro. Anstelle separater Thermografiegutachten können laut BMWi nunmehr wahlweise thermografische Untersuchungsergebnisse oder Luftdichtigkeitsprüfungen, so genannte Blower-Door-Tests, in die Beratung integriert werden. Gefördert werden Beratungen in Wohngebäuden, für die die Baugenehmigung vor 1994 erteilt wurde. Anträge werden vor Beginn der Beratung vom Energieberater beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) gestellt. Weitere Informationen unter www.bafa.de.
Schlagworte:Energieberatung
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Freitag, 25. September 2009
„Die Stromerzeugung in Deutschland muss auch in Zukunft auf eine breite Basis gestellt werden. Nur ein breiter Energiemix ist in der Lage, eine sichere und nachhaltige Versorgung zu bezahlbaren Preisen zu gewährleisten”, sagte Hildegard Müller, Vorsitzende der Hauptgeschäftsführung des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW), anlässlich der Entscheidung des OVG Münster, den Weiterbau wichtiger Anlagenteile des Kohlekraftwerks in Datteln vorerst zu stoppen. Auch wenn im Jahr 2020 rund 30 Prozent des Stroms aus erneuerbaren Energien stammten, müssten immer noch 70 Prozent mit konventionellen Kraftwerken erzeugt werden. „Deshalb benötigt Deutschland zur Erfüllung seiner Klimaschutzziele gerade in diesem Segment neue, deutlich effizientere Kraftwerke und damit auch Gas- und Kohlekraftwerke. Die Erzeugungsarten müssen sachlich bewertet und kombiniert werden.” Bis zum Jahr 2020 müsse gut ein Viertel des derzeit installierten Kraftwerksparks mit gut 140.000 Megawatt Leistung erneuert oder modernisiert werden, betonte Müller. „Wir sehen mit Sorge den wachsenden Widerstand in der Öffentlichkeit bei Kraftwerksprojekten. Dabei ist es oft egal, ob die Anlagen mit Wind, Sonne oder Kohle betrieben werden. Die Frage ist, woher soll dann künftig der Strom kommen? Eine nachhaltige Energieversorgung entscheidet sich nicht an der Frage, ´konventionell oder erneuerbar`, sondern an der Frage ´neu gegen alt`. Jedes neu gebaute Kraftwerk ist mit seinem besseren Wirkungsgrad ein weiterer Beitrag zum Klimaschutz.”
Schlagworte:Energiemix, Kraftwerkspark
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Donnerstag, 24. September 2009
Im bayerischen Ochsenfurt-Erlach ist eine Windenergieanlage in Betrieb genommen worden. „Mit dieser Anlage überschreitet die Windenergie in Deutschland die Marke von 25.000 Megawatt installierter Leistung. Dieser Meilenstein verdeutlicht das riesige Potenzial der Windenergie für den Klimaschutz”, sagte Bundesumweltminister Sigmar Gabriel bei der Inbetriebnahme. „Die Erfolgsgeschichte der Erneuerbaren Energien und damit auch der Windenergie braucht weiterhin stabile politische Rahmenbedingungen. Denn jeder muss wissen: Wer auf Laufzeitverlängerungen von Atomkraftwerken setzt, gefährdet tausende Arbeitsplätze im Bereich der Erneuerbaren.” Laut dem Bundesverband WindEnergie (BWE) hat die Windenergie mittlerweile einen Anteil von sieben Prozent an der deutschen Stromproduktion. „Die Windenergie liefert mittlerweile Strom für mehr als 25 Millionen Menschen”, so BWE-Präsident Hermann Albers. „Und die Erfolgsgeschichte der Windenergie geht weiter. Bis 2020 wird der Wind an Land und auf hoher See zusammen bereits 25 Prozent des deutschen Stromverbrauchs bereitstellen.” Aktuell stelle die deutsche Windenergie über 90.000 direkte und indirekte Arbeitsplätze. Bis zum Jahr 2020 seien zwischen 200.000 und 250.000 zukunftssichere Jobs allein in der Windenergie möglich.
Schlagworte:Windenergie
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Mittwoch, 23. September 2009
Bis 2020 besteht in der EU-27 ein Neubaubedarf von 475.000 Megawatt Kraftwerksleistung, fast zwei Drittel der heutigen Erzeugungsleistung von 750.000 Megawatt. Das hat der VGB PowerTech gemeinsam mit dem VDMA und dem BDEW ermittelt. Damit wurde die Vorjahresprognose um 75.000 Megawatt erhöht. Wesentlicher Grund: Erstmals wurde der altersbedingte Ersatzbedarf bei den Regenerativen Energien betrachtet, der vor allem im Bereich Wind bis 2020 bei etwa 40.000 Megawatt liegt. Gleichzeitig wurden die vermuteten Zuwachsraten beim Stromverbrauch gesenkt. Unmittelbar vor der Wirtschaftskrise war ein Strombedarf für 2020 von 4.000 Terawattstunden (heute 3.350) prognostiziert worden, das aktuelle Szenario geht von 3.700 Terawattstunden aus. Nach dem Szenario ist, um die Klimaziele der EU-27 bis 2020 zu erreichen, bei den erneuerbaren Energien eine zusätzliche Kapazität von 295.000 Megawatt notwendig, der in mehreren europäischen Ländern angelaufene Neubau von Kernkraftwerken mit insgesamt zehn Blöcken müsste umgesetzt werden, ohne dass in Europa Kernkraftwerke vorzeitig stillgelegt würden. Und im fossilen Kraftwerkssektor wären hochmoderne Kraftwerke mit einer Leistung von rund 170.000 Megawatt erforderlich. Dies entspräche etwa 200 großen Steinkohle-, Braunkohle- oder Gaskraftwerken. „Alle Erzeugungsarten ergänzen sich sinnvoll und nur gemeinsam sind die ambitionierten Vorgaben machbar”, so Gerd Jäger, Vorsitzender der VGB PowerTech.
Schlagworte:Kraftwerke, Kraftwerkskapazitäten
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