Archiv für Juni 2009
Dienstag, 30. Juni 2009
„Potsdam wird zu einem international noch stärker sichtbaren Standort für Klima- und Nachhaltigkeitsforschung auf höchstem Niveau”, sagte Bundesforschungsministerin Annette Schavan bei der Vorstellung des neuen Institute for Advanced Sustainability Studies (IASS). In Deutschland solle ein Ort geschaffen werden, an dem die klügsten Köpfe - von der vielversprechenden Nachwuchsforscherin bis zum Nobelpreisträger - als Gastwissenschaftler für eine begrenzte Zeit zu einem frei gewählten Thema im Forschungsrahmen des Instituts arbeiten könnten. Sie freue sich, dass Prof. Klaus Töpfer die Aufgabe des Gründungsdirektors übernehme. „Mit seiner wissenschaftlichen Erfahrung, mit seinem exzellenten internationalen Ruf sowie mit seiner Persönlichkeit steht er wie kaum ein anderer für das Thema Nachhaltigkeit.” Töpfer versicherte, das Institut solle Spitzenwissenschaftlern einzigartige Möglichkeiten bieten, an drängenden Fragestellungen zu arbeiten. „Uns alle vereint dabei ein gemeinsames Ziel: Es geht darum, das wissenschaftliche Denken zu vertiefen und Erkenntnisse der Wissenschaft im unmittelbaren Austausch mit Politik und Zivilgesellschaft umzusetzen. Nur so kann verhindert werden, dass der Klimawandel den Menschen ihre Lebensgrundlagen entzieht.” Das IASS wird zunächst für einen Zeitraum von sieben Jahren mit neun Millionen Euro jährlich gefördert, den größten Anteil davon wird das Bundesforschungsministerium tragen.
Schlagworte:IASS, Klimaforschung, Nachhaltigkeit
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Dienstag, 30. Juni 2009
Urlauber können an den Kraftstoffkosten sparen. „Die Preise für Erdgas als Kraftstoff bleiben auch zu Urlaubsbeginn besonders günstig. Unser Brutto-Verkaufspreis für Erdgas liegt in Deutschland im Durchschnitt bei 92 Cent pro Kilogramm. Das entspricht umgerechnet einem Bruttopreis von rund 60 Cent pro Liter Super”, so Bernhard Jeken, Geschäftsführer der E.ON Gas mobil GmbH. Die Strecke von Frankfurt/Main nach Florenz und wieder zurück beispielsweise koste mit einem Erdgasauto rund 110 Euro weniger als mit einem Benziner. „Die Vorteile von Erdgasfahrzeugen liegen auf der Hand: Autofahrer sparen bares Geld beim Tanken. Außerdem schonen Erdgasfahrzeuge nachweislich das Klima.” Im gesamten Bundesgebiet habe der durchschnittliche Erdgaspreis im Jahr 2008 um rund 50 Prozent unter dem vergleichbaren Preis für Benzin sowie um rund 40 Prozent unter dem Dieselpreis gelegen. Mit Einführung der neuen CO2-basierten Kfz-Steuer ab Juli mache sich der im Vergleich zum Benziner um rund 20 Prozent geringere CO2-Ausstoß zusätzlich im Portemonnaie bemerkbar.
Das deutsche Erdgastankstellennetz ist inzwischen auf rund 850 Stationen angewachsen. Damit rangiert Deutschland europaweit auf Platz eins. Allein an den deutschen Autobahnen gibt es mittlerweile mehr als 130 Erdgastankstellen. Das Netz wird insbesondere durch die E.ON Gas mobil kontinuierlich ausgebaut. Bisher fahren in Deutschland rund 80.000 Fahrzeuge mit Erdgas. Jeken: „Wir erwarten nicht zuletzt durch die neuen Erdgasmodelle einen deutlichen Zuwachs an Erdgasfahrzeugen in 2009.” Weitere Informationen zum Thema Erdgasfahrzeuge und -tankstellen unter www.erdgas-fahren.de oder www.gibgas.de.
Schlagworte:Erdgasfahrzeuge, Erdgastankstellen, Verkehr
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Dienstag, 30. Juni 2009
Deutschland größter Wettbewerb für zukunftsfähiges Wohnen ist entschieden. Bundesbauminister Wolfgang Tiefensee und Stephan Kohler, Geschäftsführer der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena) zeichneten die 18 Sieger des Wettbewerbs „Effizienzhaus - Energieeffizienz und gute Architektur” aus. 580 Eigentümer und Architekten hatten sich mit sanierten und neuen Wohngebäuden um insgesamt 120.000 Euro Preisgeld beworben. Ausgezeichnet wurden Wohngebäude, die einen geringen Energieverbrauch mit guter Architektur am besten in Einklang gebracht haben. Tiefensee: „Der Wettbewerb zeigt, dass Energieeffizienz und gute Architektur keine Gegensätze sind. Die eingereichten Beiträge von Kiel bis Konstanz setzen Maßstäbe für modernes und zukunftsfähiges Bauen. So erhalten wir unsere Städte lebenswert und schützen unsere Umwelt.” Detaillierte Informationen zum Wettbewerb unter www.zukunft-haus.info.
Schlagworte:Architektur, Effizienzhaus
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Dienstag, 30. Juni 2009
Ab 1. Juli wird das Höchstspannungsnetz der RWE direkt im Ressort des Vorstandsvorsitzenden geführt. Der Ausbau zu dem von der EU geforderten voll funktionsfähigen Unternehmen, das alle betriebsnotwendigen Aufgaben mit eigenem Personal ausführt, ist laut RWE in vollem Gange. Ab 1. September 2009 werde das Unternehmen den Namen „Amprion” führen. Damit erfülle man die Anforderungen des vor kurzem endgültig verabschiedeten 3. EU-Binnenmarkt-Paketes. Das neue Unternehmen mit 850 Mitarbeitern und Sitz in Dortmund plane in den nächsten zehn Jahren mehr als drei Milliarden Euro in den Netzausbau zu investieren. „Durch den Bau von 800 Kilometer neuen Leitungen, auch Richtung Belgien und Niederlande, schaffen wir die Voraussetzung für noch mehr Wettbewerb auf den Strommärkten Europas”, so Klaus Kleinekorte, technischer Geschäftsführer der RWE Transportnetz Strom. „Unser Netz ist die Drehscheibe im europäischen Stromhandel.”
Schlagworte:EU-Binnenmarktpaket, Stromnetz
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Dienstag, 30. Juni 2009
Mit 840.000 Euro fördert die Stiftung Mercator ein internationales Forschungsprojekt des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) zur Modellierung künftiger Energiesysteme. Unter Leitung von Ottmar Edenhofer, Chef-Ökonom des PIK, wird ein Team aus Deutschland, Italien und den USA politische Handlungsoptionen für die Entwicklung kohlenstoffarmer Energiesysteme untersuchen. Dabei werden technologische und wirtschaftliche Dynamiken ebenso berücksichtigt wie die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen. Das Projekt „Roadmaps towards Sustainable Energy Futures” läuft über drei Jahre und soll einen Beitrag für den fünften IPPC-Sachstandsbericht liefern, der ein wichtiger Leitfaden für künftige Klimaschutzmaßnahmen sein wird. „Dieses Projekt wird für die transatlantische Klimapolitik von zentraler Bedeutung sein, weil zum ersten Mal gemeinsam ein US-amerikanisches mit zwei europäischen Forschungsinstituten die Kosten und Strategien des Klimaschutzes für eine 2-Grad-Welt untersuchen werden”, so Edenhofer. „Wir brauchen gemeinsam anerkannte Modelle klimafreundlicher Energiesysteme zwischen Europa und Amerika.”
Schlagworte:Energiesysteme, Klimaforschung
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Dienstag, 30. Juni 2009
Mit einer „Dreierlösung” geht die Internationale Agentur für Erneuerbare Energien (IRENA) an den Start. Abu Dhabi wird Sitz der IRENA, Bonn wird Sitz des Innovations- und Technologiezentrums und Wien erhält ein Verbindungsbüro für Kontakte zur UN im Bereich Energie und zu anderen internationalen Institutionen. Bundesumweltminister Gabriel begrüßte die Dreierlösung als „fairen und sachgerechten Kompromiss”. Er kombiniere die Stärken aller Bewerber in idealer Weise und gebe das richtige Signal: „Gemeinsamkeit statt Teilung, Einigkeit macht stark.” Die IRENA sei schon heute ein unglaublicher Erfolg für Deutschland. „In den letzten 60 Jahren gab es keine derart erfolgreiche Initiative Deutschlands, denn in nur fünf Monaten sind mehr als 130 Staaten weltweit beigetreten.” Deutschland wird in Bonn vier Millionen Euro für den Aufbau des Innovations- und Technologiezentrums bereitstellen und jährlich zwischen zwei und drei Millionen Euro. Gabriel: „Deutschland als Technologieführer behält damit maßgeblichen Einfluss auf die internationale Entwicklung erneuerbarer Energien.”
Schlagworte:Innovations- und Technologiezentrum, IRENA
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Freitag, 26. Juni 2009
„Als vor 150 Jahren in Wietze die wahrscheinlich weltweit erste Erdölbohrung fündig war, konnte niemand erahnen, welche Entwicklung die Erdöl und Erdgas produzierende Industrie seit diesen Anfängen genommen hat“, sagte Gernot Kalkoffen, Vorsitzender des Wirtschaftsverbandes Erdöl- und Erdgasgewinnung (WEG), zur Eröffnung der Ausstellung „Zukunft braucht Energie – 150 Jahre Erdöl und Erdgas aus Deutschland“ im Schloss Celle. Die Geschichte der Branche habe gezeigt, dass immer wieder technologisches Neuland habe beschritten werden müssen. „Systematisches Vorgehen, gepaart mit Durchhaltevermögen und technologischem Pioniergeist sind die Rezepte, mit denen auch in der Vergangenheit die Zukunft gewonnen werden konnte“, so Kalkoffen. Heute stelle sich für die Industrie die Frage, welche neuen technischen Konzepte den seit einigen Jahren beobachteten Produktionsrückgang aufhalten und der Erdgasförderung in Deutschland einen neuen Schub geben könnten. Hierfür seien hohe Investitionen, Forschung, Ausbildung, Vernetzung und die richtigen Rahmenbedingungen erforderlich. Die Erdöl- und Erdgasproduktionsindustrie sei eine Branche, die mit stabilen Investitionen und der Sicherung von Arbeitsplätzen der gegenwärtigen Wirtschaftskrise entgegenwirke und darüber hinaus mit ihrem Know-how auch andere Zukunftsenergien wie Geothermie voranbringe. Der Jahresbericht des WEG steht unter www.erdoel-erdgas.de zur Verfügung.
Schlagworte:Heimische Förderung, Jubiläum
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Freitag, 26. Juni 2009
Das Fraunhofer ISI hat in Kooperation mit der TU München und der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) die Energieverbrauchsstrukturen von Gewerbe-, Handels- und Dienstleistungsunternehmen untersucht. „Insgesamt zeigen diese Ergebnisse zwischen 2003 und 2006 einen um rund drei Prozent gesunkenen Strom- sowie einen um rund neun Prozent verminderten Brennstoffverbrauch“, so Barbara Schlomann vom Fraunhofer ISI. „Dies beweist, dass Anstrengungen, den Energieverbrauch zu senken, trotz einer deutlich zunehmenden Ausstattung mit energieintensiven Computern, Servern oder Klimaanlagen schon erste Einsparerfolge gebracht haben. Es bestehen allerdings erhebliche weitere Energieeinsparmöglichkeiten, beispielsweise durch die Anschaffung energieeffizienter IKT-Geräte. Häufig rechnen sich diese Investitionen für die Unternehmen sehr schnell.“ Die Studie wurde im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums erarbeitet. „Die Ergebnisse dieser Studie dienen auch der Identifizierung von Energieeinsparpotentialen und können Energieagenturen, Branchenfachverbänden, Energieversorgern, vor allem aber auch den betroffenen Unternehmen helfen, entsprechend geeignete Sparmaßnahmen zu konzipieren“, so Staatssekretär Jochen Homann. Der Abschlussbericht findet sich unter www.isi.fraunhofer.de in der Rubrik Presse & Medien. Informationen zum „Sonderfonds Energieeffizienz in KMU“ unter www.energieeffizienz-beratung.de.
Schlagworte:Endenergieverbrauch, Studie
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Freitag, 26. Juni 2009
Die Beratung zum Energie- und Wassersparen lohnt sich für einkommensschwache private Haushalte und kommt auch den Kommunen zugute. Das ist das Ergebnis des Caritas-Projekts in Frankfurt am Main. Laut Bundesumweltministerium können die Energie- und Wasserkosten pro Beratung um rund 174 Euro im Jahr gesenkt werden. Die eingesparten Kosten beim Strom von durchschnittlich 90 Euro jährlich kommen den einzelnen Haushalten direkt zugute. Von den Einsparungen bei den Heiz- und Wasserkosten profitiert die Stadt Frankfurt, die diese Kosten für Transferleistungen trägt. Bundesumweltminister Gabriel: „Die Beratung der Caritas verknüpft arbeitsmarkt-, sozial- und klimapolitische Ziele miteinander. Pro Beratung wird die Umwelt um mehr als zwei Tonnen CO2 entlastet. Da die Stadt Frankfurt mit diesem Projekt ihre Kosten für Transferleistungen senken kann, empfiehlt sich das Projekt auch zum Nachahmen in anderen Kommunen.“ Damit dieser Service auch in anderen Städten angeboten werden kann, stellt das Bundesumweltministerium im Rahmen seiner Verbändeförderung 153.000 Euro zur Verfügung. Eine Studie des IFEU und des ISOE zum Caritas-Projekt findet sich unter www.bmu.de.
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Freitag, 26. Juni 2009
Die Verlängerung der Laufzeiten der Atomreaktoren in Deutschland würde den Ausbau der erneuerbaren Energien massiv behindern. Zu diesem Ergebnis kommt das Wuppertal-Institut für Klima, Umwelt und Energie in einer Studie im Auftrag des Bundesumweltministeriums. „Atomkraft ist eben keine ´Brückentechnologie`. Wer die erneuerbaren Energien wirklich ausbauen will, muss beim Atomausstieg bleiben“, kommentierte Bundesumweltminister Sigmar Gabriel. „Das ist auch ein Gebot der ökonomischen Vernunft. Denn wenn die Atomkraftwerke länger laufen würden, käme der Boom der Eneuerbaren-Branche zum Erliegen. Und das Job-Wunder, das bereits zu 280.000 neuen Arbeitsplätzen geführt hat, würde jäh gestoppt.“
Die Autoren der Kurzstudie begründen ihr Ergebnis insbesondere mit den steigenden Ansprüchen an die Dynamik und Anpassungsfähigkeit des deutschen Kraftwerksparks. „Die Systemintegration der erneuerbaren Energie erfordert eine hohe Flexibilität bei den konventionellen Kraftwerken. Die bieten vor allem Gas- und Dampfturbinenkraftwerke sowie in geringerem Umfang moderne neue Kohlekraftwerke, nicht aber Atomkraftwerke“, so Prof. Manfred Fischedick, Vizepräsident des Wuppertal-Instituts. Außerdem würden durch eine Laufzeitverlängerung dringend notwendige Impulse für die Entwicklung neuer Technologien aus Deutschland ausbleiben. Gerade neue Technologien im Bereich der erneuerbaren Energien böten aber große Exportchancen und seien mittel- bis langfristig entscheidend für das Erreichen ambitionierter Klimaschutzziele. Die Studie „Hindernis Atomkraft. Die Auswirkungen einer Laufzeitverlängerung der Atomkraftwerke auf erneuerbare Energien“ kann im Internet unter www.bmu.de abgerufen werden.
Schlagworte:Kernkraftwerks-Laufzeiten
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