Alternative Antriebstechnologien brauchen mehr Tankstellen
Freitag, 19. Dezember 2008Laut einer aktuellen Studie zur Zukunftsfähigkeit alternativer Antriebstechnologien, die u. a. vom Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) erstellt wurde, sind deutsche Verbraucher durchaus bereit, auf Pkw umzusteigen, die Erdgas tanken, Biokraftstoffe verbrauchen oder mit Wasserstoff betrieben werden. Dazu müssten allerdings deutlich mehr Tankstellen als bisher den entsprechenden Kraftstoff anbieten. Die Studie zeigt, dass die Konsumenten sogar bereit sind, für den Ausbau der Tankstellennetzdichte eine Erhöhung des Fahrzeugpreises zu akzeptieren.
Derzeit gibt es in Deutschland insgesamt rund 15.000 Tankstellen. 1.900 davon führen Biodiesel, 3.900 bieten Flüssiggas an, und ein Erdgasfahrzeug kann man an etwa 800 Standorten betanken. Um den Nachteil der geringen Tankstellendichte für alternative Kraftstoffe zu kompensieren, müssten nach Ansicht des ZEW alternativ betriebene Fahrzeuge erheblich preiswerter sein als herkömmliche Autos. Dies sei jedoch angesichts der aktuellen technischen Standards unrealistisch. Das ZEW befürchtet, dass der Umstieg auf umweltfreundliche Pkw vor diesem Hintergrund weiter auf sich warten lässt.