Archiv für November 2008
Freitag, 28. November 2008
Der deutsche Mittelstand hält die erneuerbaren Energien und den Maschinenbau für die Wachstumsbranchen der nächsten Jahre, und ist der Ansicht, dass deren dynamische Entwicklung auch durch die aktuelle Finanzkrise nicht wesentlich beeinflusst wird. Das ist das Ergebnis einer Umfrage unter 1.000 mittelständischen Unternehmen, die die Forschungsstelle Mittelständische Wirtschaft an der Universität Marburg im Auftrag der Agentur für Erneuerbare Energien durchgeführt hat. „Die Mittelständler sind das Rückgrat des deutschen Maschinen- und Anlagenbaus, der gleichzeitig die Basis für die Branche der erneuerbaren Energien ist“, so Thorsten Herdan, energiepolitischer Sprecher des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA). „Daher verwundert es nicht, dass der deutsche Mittelstand die Zukunftsbranche der erneuerbaren Energien mit dem Maschinenbau gleichsetzt und als Motor der deutschen Wirtschaft bezeichnet, also als Zugpferd der künftigen wirtschaftlichen Entwicklung.“ Befragt nach dem konkreten Nutzen der erneuerbaren Energien betonten die Umfrageteilnehmer neben dem Klimaschutzaspekt vor allem die deutsche Technologieführerschaft in diesem Bereich sowie die Schaffung neuer Arbeitsplätze.
Schlagworte:Umfrage, Wachstumsbranche
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Freitag, 28. November 2008
Im vergangenen Jahr lag der Ausstoß Deutschlands an klimaschädlichen Treibhausgasen um 22,4 Prozent unter dem Basisniveau (1990 bzw. 1995) und hat damit die angestrebte Zielmarke übertroffen. Dass Deutschland im Schnitt der Jahre 2008 bis 2010 sein Kyoto-Ziel von minus 21 Prozent erreichen wird, kann damit nach Einschätzung des Bundesumweltministeriums als gesichert gelten. Die jüngsten Zahlen des Umweltbundesamtes belegten den Erfolg der deutschen Klimapolitik, so Bundesumweltminister Gabriel. „Das zeigen besonders die nach unten gehenden Trends bei den Emissionen von Gewerbe, Verkehr und privaten Haushalten. Besorgniserregend ist dagegen der Anstieg bei der Stromerzeugung. Deshalb dürfen wir nicht nachlassen, sondern müssen im Gegenteil mehr für die Effizienz tun und den Stromverbrauch senken.“
Schlagworte:CO2-Minderung
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Donnerstag, 27. November 2008
„Trotz erschwerter Finanzierungsbedingungen stehen wir zu unserem 63-Milliarden-Investitionsprogramm bis 2010, auch wenn wir alle Projekte vor dem Hintergrund der Wirtschaftskrise auf ihre Wirtschaftlichkeit hin überprüfen“, sagte Wulf H. Bernotat, Vorstandschef der E.ON AG, auf der Tagung „Kraftwerke und Netze für eine nachhaltige Energieversorgung“ der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena) in Berlin. Damit leiste man einen signifikanten Beitrag zur Stabilisierung von Konjunktur und Beschäftigung, so Bernotat. Die Klimapolitik dürfe nicht zum Opfer der Finanzkrise werden. „Es ist jetzt unsere Aufgabe, besonders effiziente Wege des Klimaschutzes zu gehen. Ob Deutschland auch in zehn oder 20 Jahren noch wettbewerbsfähig ist, hängt entscheidend davon ab, ob es bezahlbar, verlässlich und klimaschonend mit Energie versorgt wird.“ Ob die notwendige Modernisierung des europäischen Kraftwerksparks gelingt, hängt Bernotat zufolge wesentlich davon ab, welche Investitionsbedingungen der europäische Emissionshandel setzt. Nötig sei ein schlankes System mit europaweit einheitlichen Regelungen. Eine Auktionierung der Zertifikate solle auch für die Energiewirtschaft nach 2013 schrittweise eingeführt werden. Sonst bestehe das Risiko, dass Unternehmen ihre Kraftwerksprojekte überdächten, wenn sie übergangslos alle Zertifikate ersteigern müssten.
Schlagworte:Emissionshandel, Kraftwerksneubau
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Donnerstag, 27. November 2008
Bis zum Jahr 2020 ist der zusätzliche Bau von effizienten Kohle- und Erdgaskraftwerken mit einer Leistung von knapp 12.000 Megawatt – entsprechend rund 15 Großkraftwerken – dringend erforderlich. Diese Zahlen nannte die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) auf der Konferenz „Kraftwerke und Netze für eine nachhaltige Energieversorgung“ in Berlin. Die derzeit gesicherten Kraftwerksplanungen reichten nicht aus, um in Zukunft die Stromnachfrage zu Höchstlastzeiten preiswert, sicher und umweltschonend zu decken. Verzögerungen in der Planung und beim Bau drohten die Lage zu verschärfen. „Wir haben keine Stromlücke, sondern eine Effizienzlücke“, sagte dena-Geschäftsführer Stephan Kohler. „Der Strom wird teurer und schmutziger, wenn der Bau effizienter Kohle- und Erdgaskraftwerke nicht vorangetrieben wird. Wer Klimaschutz und Erneuerbare will, muss auch über die Erneuerung des Kraftwerksparks sprechen. Denn Versorgungssicherheit ist für ein Industrieland wie Deutschland auch dann erforderlich, wenn die Sonne nicht scheint und Windstille herrscht. Die Herausforderung liegt darin, das Gesamtsystem möglichst effizient zu optimieren.“ Kohler forderte erneut, den Ausbau des Höchstspannungsnetzes zu beschleunigen, damit der Windstrom von den geplanten Offshore-Anlagen zu den Verbrauchszentren im Süden und Westen Deutschlands geleitet werden kann. Außerdem sei die Nutzung bzw. Integration von Energiespeichern in das Versorgungssystem notwendig, um die schwankende Leistung aus Windkraftanlagen effizient nutzen zu können.
Schlagworte:Kraftwerksneubau, Netzausbau
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Donnerstag, 27. November 2008
Welche Strategien, Technologien und Dienstleistungen bringen am meisten, um den Energieverbrauch einer Stadt zu senken? Diese Fragestellungen stehen im Mittelpunkt des Wettbewerbs „Energieeffiziente Stadt“ des Bundesforschungsministeriums. Die 15 Gewinner der ersten Auswahlrunde können nun ihre Ideenskizzen zu detaillierten Konzepten und Umsetzungsplänen für mehr Energieeffizienz in ihrer Stadt weiterentwickeln. „Die ausgewählten Projekte zeigen sehr eindrucksvoll, welches riesige Potenzial zum Energiesparen für die Städte in dem strategischen und gut koordinierten Einsatz von neuen Technologien, innovativen Dienstleistungen und sozio-ökonomischen Ansätzen steckt. Nun kommt es darauf an, dieses Potenzial auch zu nutzen“, sagte Staatssekretär Frieder Meyer-Krahmer. Für die Weiterentwicklung der Ideenskizzen erhält jedes Projekt bis zu 200.000 Euro. Weitere Informationen finden sich hier
Schlagworte:Städte-Wettbewerb
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Donnerstag, 27. November 2008
RWE und Nokia wollen für mehr Wärmeeffizienz in privaten Haushalten sorgen. Ende 2009 soll ein Basispaket mit funkgesteuerten Heizkörperthermostaten und einer zentralen Kommunikationseinheit auf den Markt gebracht werden. Der Kunde kann dann seine Heizung per Mobiltelefon oder Internet steuern. Geplant ist auch ein Paket mit intelligenten Steckdosen. Damit sollen Kunden elektrische Geräte jeder Art an- und ausschalten können, selbst wenn sie weit entfernt von zu Hause sind. RWE zufolge sollen die neuen Anwendungen in einem weiteren Schritt mit intelligenten Stromzählern verknüpft werden. In einem Projekt in Mülheim an der Ruhr untersucht RWE derzeit, wie der Privatkunde auf Basis von Echtzeitinformationen seinen Energieverbrauch senken kann.
Schlagworte:Fernsteuerung, Smart Metering
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Donnerstag, 27. November 2008
„Das 2-Grad-Ziel ist ehrenwert, schafft aber keine absolute Sicherheit.“ Das sagte Hans Joachim Schellnhuber, Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung, auf dem 3. Deutschen Klimaschutzkongress der EnBW Energie Baden-Württemberg AG in Berlin. Es sei extrem schwer, dieses Ziel noch zu erreichen. Erforderlich sei eine 3. industrielle Revolution, und die Mobilität müsse neu erfunden werden. Schellnhuber sprach vom „industriellen Metabolismus“. Alle Möglichkeiten zur Reduktion der CO2-Emissionen müssten genutzt werden. „Man muss das ganze Portfolio mitnehmen.“ Auch müssten Methoden entwickelt werden, um CO2 aus der Atmosphäre zu extrahieren. Er verwies auf die Nutzung von Biomasse, die 17 bis 20 Prozent des gegenwärtigen Energiebedarfs der Welt decken könnte, ohne in Konflikt mit anderen Nutzungserfordernissen zu geraten. „Die Sahel-Zone könnte ein wunderbarer Lieferant von Biomasse sein.“ Gekoppelt mit der CO2-Abscheidung und -Speicherung wäre dies eine Möglichkeit, der Atmosphäre CO2 zu entziehen. Bundesumweltminister Sigmar Gabriel betonte: „Wir haben die Atmosphäre zu einer Deponie gemacht.“ Man brauche einen Preis für das CO2 und einen EU-weit einheitlichen Emissionshandel. Er sieht eine Einigung der EU im Dezember auf ein Klimapaket als „zwingend“ an. „Was wir weltweit an unterschiedlichen Ausgangspositionen haben, haben wir auch in Europa.“ Wenn aber die EU nicht unter Beweis stelle, dass eine Einigung möglich sei, seien auch andere Länder nicht ins Boot zu holen.
Schlagworte:Biomasse, CO2-Abscheidung und -Speicherung
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Donnerstag, 27. November 2008
Im Rahmen der Exportinitiative Energieeffizienz hat das Bundeswirtschaftsministerium zusammen mit der KfW auf einer Konferenz Möglichkeiten für mehr Energieeffizienz in Entwicklungs- und Schwellenländern vorgestellt. Vertreten waren die entsprechenden Länder durch Botschafter und Wirtschaftsexperten. „Es ist uns ausgesprochen wichtig, unser Know-how im Bereich Energieeffizienz, mit dem wir in vielen Bereichen weltweit führend sind, insbesondere mit Ländern zu teilen, die ihre sich gerade entwickelnde Wirtschaft von vornherein wettbewerbsfähig und nachhaltig gestalten wollen“, so Jochen Homann, Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium. „Diese Konferenz hat uns alle in unseren gemeinsamen Bemühungen um eine effizientere Energiezukunft einen wesentlichen Schritt weiter gebracht.“
Schlagworte:Exportinitiative
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Mittwoch, 26. November 2008
Die Verpflichtung der E.ON AG, die eigenen Höchstspannungsnetze sowie rund 4.800 Megawatt Kraftwerksleistung an Wettbewerber zu veräußern, ist jetzt rechtlich bindend. Die EU-Kommission habe offiziell den Maßnahmen zugestimmt, zu denen man sich zur Beendigung der laufenden Auseinandersetzung im Strombereich bereit erklärt habe, teilte E.ON mit. Die Kommission hebe in ihrer Entscheidung ausdrücklich den wirksamen Beitrag dieser Maßnahmen für mehr Wettbewerb im deutschen Strommarkt zum Vorteil der Stromkunden hervor.
Schlagworte:Verpflichtungszusage E.ON
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Mittwoch, 26. November 2008
Eine deutliche Intensivierung der Forschungsförderung für die Elektromobilität hat der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) anlässlich der Nationalen Strategiekonferenz Elektromobilität in Berlin gefordert. Es sollten Förderprogramme für Anfangsinvestitionen wie in den USA, Israel und Dänemark geprüft werden, so Hildegard Müller, stellvertretende Hauptgeschäftsführerin des BDEW. Von Anfang an solle auch über intelligente Lösungen für das Laden der Fahrzeuge nachgedacht werden. „Ich gehe davon aus, dass wir weitgehend ohne zusätzliche Kraftwerke auskommen werden. Immer dann, wenn besonders viel Windenergie in das Netz eingespeist wird oder aus anderen Gründen die Kraftwerke nicht ausgelastet sind, sollten die Elektrofahrzeuge aufgeladen werden können. Hierfür brauchen wir intelligentes Lademanagement, gesteuert nach den Bedürfnissen der Kunden und auch der aktuellen Stromversorgung.“ Wichtig für den Ausbau der Elektromobilität sei eine intensive und geschlossene Zusammenarbeit aller betroffenen Ministerien, Branchen und Verbände, so Müller. „Der BDEW hat hier bereits eine Koordinierungsfunktion übernommen, die ich gern nach der Strategiekonferenz in enger Zusammenarbeit und mit der dringend nötigen Koordinierung der Bundesregierung ausbauen würde.“
Schlagworte:Elektromobilität, Plugin-Hybrid-Fahrzeuge
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