Archiv für die Kategorie „Energiesparen“
Dienstag, 24. August 2010
Umwelt-, Verbraucherverbände und Gewerkschaften appellieren an die Bundesregierung, mit ihrem Energiekonzept endlich wirksame Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz auf den Weg zu bringen. Die im Sparpaket für 2011 angekündigte Milliarden-Kürzung bei der energetischen Gebäudesanierung müsse zurückgenommen werden. Nur so könne die Bundesregierung ihre Klimaschutzziele erreichen und wichtige Impulse für eine zukunftsfähige Energieversorgung setzen, so der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND), der Deutsche Naturschutzring (DNR), der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv), der Deutsche Mieterbund (DMB) und die Industriegewerkschafen IG Metall und IG Bauen-Agrar-Umwelt. Die verstärkte Förderung von Energieeffizienzmaßnahmen würde die Energiekosten für Wirtschaft und Verbraucher deutlich senken und etwa 850.000 zusätzliche Arbeitsplätze schaffen. Insgesamt könnten im Strom- und Gebäudesektor durch die effizientere Nutzung von Energie bis zum Jahr 2020 jährlich rund 100 Millionen Tonnen CO2 vermieden werden. Dafür sei eine langfristige, angemessene Förderung energetischer Sanierungen im Gebäudebereich nötig. Zudem müsse mit dem Energiekonzept eine Energieeffizienzgesetz kommen, das ein verbindliches Einsparziel von mindestens zwei Prozent pro Jahr festsetze. Im Gesetz müsse unter anderem die zusätzliche Einrichtung eines Energieeffizienzfonds festgelegt werden, mit dem auch die Anschaffung energieeffizienter Haushaltsgeräte gefördert werden könne.
Schlagworte:Energieeffizienz, Energiekonzept
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Freitag, 20. August 2010
Energiemanagement-Systeme tragen dazu bei, die Energieeffizienz in Unternehmen und Organisationen zu erhöhen. Energiesparpotenziale lassen sich mit ihrer Hilfe kontinuierlich und systematisch heben. Durch die dabei erzielbaren Kostenentlastungen stärken sie die Wettbewerbsfähigkeit. Bundesumweltministerium und Umweltbundesamt haben dazu einen Leitfaden herausgegeben, der bei der Einführung von Energiemanagement-Systemen Hilfestellung bietet. Die Broschüre steht unter www.uba.de/uba-info-medien/3959.html zum Download zur Verfügung.
Schlagworte:Energiemanagement
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Dienstag, 27. Juli 2010
560 Millionen Euro zahlen deutsche Mieter jährlich an ihre Vermieter für den Betriebsstrom der Heizanlage. Das sind etwa 32 Euro pro Haushalt. „100 Millionen davon könnten leicht eingespart werden, wenn alle Gebäude auf dem aktuellen Stand der Technik wären”, so Johannes D. Hengstenberg, Geschäftsführer der gemeinnützigen co2online GmbH. „Vermieter und Hausverwaltungen sind kaum motiviert, die Kosten für den Betriebsstrom zu senken, weil sie die Ausgaben ohnehin mit der Heizkostenabrechnung an die Mieter weiterreichen.” Unrealistische Schätzungen der Betriebsstromkosten und veraltete, zu große oder falsch eingestellte Heizungspumpen seien schuld an den unnötigen Kosten. Jedes Jahr würden so 450 Millionen Kilowattstunden Strom unnütz verbraucht. Mit einem Heizgutachten, das auf www.heizspiegel.de kostenlos bestellt werden kann, können Mieter ihre Heizkostenabrechnung und die darin enthaltenen Heiznebenkosten analysieren lassen. Das kostenlose Heizgutachten und der Betriebsstromspiegel sind ein Service der Heizspiegelkampagne, die vom Bundesumweltministerium im Rahmen der Klimaschutzinitiative gefördert wird.
Schlagworte:Heizspiegel, Heizungspumpen, Raumwärme
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Freitag, 16. Juli 2010
Der Prototyp des Haus- oder Wohnungseigentümers, der hierzulande sein selbst genutztes Haus oder seine Wohnung energetisch saniert, ist durchschnittlich knapp 55 Jahre alt, verfügt über einen Hochschulabschluss und hat fast 46.000 Euro in die Modernisierung gesteckt. Das zeigt eine Umfrage der KfW Bankengruppe und des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) Köln. „Rund ein Drittel aller Kohlendioxid-Emissionen in Deutschland entfallen auf die Bewirtschaftung von Immobilien. Durch umfangreiche Sanierungen der Altbauten können erhebliche Einsparungen erzielt werden. Deshalb ist die energetische Sanierung des Gebäudebestands ein zentraler Ansatzpunkt der Klimaschutzpolitik, ohne die die ehrgeizigen Reduzierungsziele nicht erreicht werden können. Trotz dieser hohen Relevanz weiß man jedoch nur wenig über das sozioökonomische Umfeld und das Motivationsspektrum der Sanierer”, so Norbert Irsch, Chefvolkswirt der KfW Bankengruppe. Diese Datenlücke hat die Studie nun geschlossen. „Auffallend ist zum Beispiel, dass über 36 Prozent der befragten Wohneigentümer - und damit deutlich mehr, als man erwarten konnte - älter als 60 Jahre sind”, so Michael Voigtländer vom IW Köln. Der Studie zufolge sanieren Selbstnutzer ihre Wohnimmobilien durchschnittlich acht Jahre früher als Vermieter. Jeweils neun von zehn privaten Bauherren nannten als wichtigen Investitionsanreiz zur energetischen Sanierung: eine größere Unabhängigkeit von den Energiepreisen zu erreichen bzw. die Kosten für Heizung und Strom zu senken. Beinahe ebenso viele wollten einen Beitrag zum Umweltschutz leisten, und drei von vier Eigentümern wollten die Wohnqualität steigern. Interessierte könnten die Wohnungsgebäudesanierer-Befragung 2010 unter www.kfw.de herunterladen.
Schlagworte:Energetische Sanierung, Gebäudesanierung, Raumwärme
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Donnerstag, 15. Juli 2010
Russland und Deutschland werden ihre Zusammenarbeit zur Steigerung der Energieeffizienz in Russland weiter verstärken. Eine zentrale Rolle übernimmt dabei die Russisch-Deutsche Energie-Agentur (rudea), an der sich nun auch als dritter Gesellschafter die Gazprombank mit bis zu 30 Prozent beteiligt. Die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) hält 40 Prozent der Anteile, der Energy Carbon Fund weitere 30 Prozent. „Energieeffizienz ist eine Energiequelle, die es nachhaltig und wirtschaftlich zu erschließen gilt, sagte der russische Energieminister Sergej Shmatko anlässlich der deutsch-russischen Regierungskonsultationen in Jekaterinburg. „Die rudea setzt konkrete Initiativen und Projekte von besonderer wirtschaftlicher Bedeutung um, damit die russische Energiewirtschaft und die Wirtschaft insgesamt von Erfahrungen, Know-how und energieeffizienten Technologien aus Deutschland profitieren kann.” Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle begrüßte, dass Russland in Kooperation mit der rudea die Voraussetzungen schaffe, seine enormen Effizienzpotenziale zu erschließen. Für deutsche Unternehmen eröffneten sich dadurch gute Chancen. „Die rudea ist sowohl ein Zeichen für den Erfolg der Modernisierungspartnerschaft beider Länder als auch ein Motor für deren weitere Vertiefung.” Ein erster regionaler Schwerpunkt für Energieeffizienzkooperationen ist der Föderale Bezirk Ural. Zusammen mit der Stadt Jekaterinburg erarbeitet die rudea mehrere Pilotprojekte, zum Beispiel für die Modernisierung von Gebäuden, Fernwärmesystemen, Kesselhäusern oder der öffentlichen Beleuchtung. Stephan Kohler, dena-Geschäftsführer und Aufsichtsratsmitglied der rudea: „Deutsche und russische Unternehmen, die jetzt Kooperationen für Energieeffizienz starten, werden von der dynamischen Entwicklung in diesem Zukunftsmarkt profitieren. Die rudea und die dena werden sie dabei als Partner begleiten.”
Schlagworte:dena, Energieeffizienz, RUDEA
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Donnerstag, 15. Juli 2010
Verbraucher können mit der richtigen Entscheidung für Geräte, Lebensmittel, Textilien oder Möbel Strom und Geld sparen und damit einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Eine neue Studie des Öko-Instituts im Auftrag des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv) stellt die größten Einsparpotenziale vor und findet sich unter www.verbraucherfuersklima.de. Wer beispielsweise auf einen alten Gefrierschrank verzichtet und den Kühlschrank mit Gefrierfach durch ein neues Modell der Energieeffizienzklasse A++ ersetzt, spart bis zu 76 Prozent Strom und CO2, so ein Ergebnis der Untersuchung. Ein Gasherd reduziert danach die Energiekosten und den CO2-Wert im Vergleich zu einem klassischen Vier-Platten-Elektroherd um bis zu 45 Prozent. Die durchschnittliche Treibhausgas-Emission liegt laut dem Öko-Institut in Deutschland pro Kopf und Jahr bei umgerechnet 11,5 Tonnen CO2. Etwa 15 Prozent davon entfallen auf Lebensmittel, über 25 Prozent auf den sonstigen Konsum. Das Öko-Institut geht davon aus, dass durch bewusste Kaufentscheidungen und nachhaltige Nutzung rund 33 Prozent der Emissionen im Bereich Konsum eingespart werden können. Das sind umgerechnet etwa eine Tonne CO2 im Jahr.
Schlagworte:CO2-Emissionen, Energiekosten
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Freitag, 9. Juli 2010
Der Bundestag hat das Gesetz zur Umsetzung der EU-Richtlinie über Energieeffizienz und Energiedienstleistungen verabschiedet. Dabei wurde der Entwurf der Bundesregierung nach Meinung des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) durch die Koalitionsfraktionen in mehreren Punkten verbessert. Energieversorger können künftig ihre Energiedienstleistungen gleichberechtigt anbieten. „Diese Regelung ist auch eine gute Nachricht für die Verbraucher. Die Kunden können sich auf eine große Auswahl bei Energiedienstleistungen freuen”, so Hildegard Müller, Vorsitzende der BDEW-Hauptgeschäftsführung. Nach einer aktuellen Erhebung des BDEW bieten bereits über 80 Prozent der Mitgliedsunternehmen ihren Kunden Energiedienstleistungen an. Dazu gehören auch Audits, wie beispielsweise die Ausstellung von Energieausweisen und Durchführung von Energieanalysen. „Die gefundenen Regelungen kommen auch neuen Anbietern zugute. Denn das Gesetz belebt den Energiedienstleistungsmarkt und verstärkt das Kundeninteresse”, so Müller. „Die Unternehmen der Energiewirtschaft werden in Zukunft ihr Engagement im Bereich der Energieeffizienz und Energiedienstleistungen weiter verstärken.”
Schlagworte:Energiedienstleistungen
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Montag, 5. Juli 2010
Eine erschreckende Vernachlässigung der Umsetzung und Kontrolle von Klimaschutzgesetzen hat die Deutsche Umwelthilfe (DUH) bei einer Umfrage in den Bundesländern festgestellt. Entscheidende gesetzliche Vorgaben z.B. für den Klimaschutz im Gebäudebereich würden in den Bundesländern zum Teil entweder gar nicht umgesetzt oder aber ihre Einhaltung werde so gut wie nicht überwacht. So seien für das seit anderthalb Jahren geltende Gesetz zur Förderung erneuerbarer Energien im Wärmebereich vielfach noch immer keine Vollzugsbehörden benannt worden. Und die Einhaltung der Vorgaben der Energieeinsparverordnung werde nicht einmal stichprobenhaft kontrolliert, obwohl bekannt sei, dass diese Vorgaben in der Praxis häufig umgangen würden. „Die mangelnde Kontrolle hat System, und dieses System trägt maßgeblich dazu bei, dass Deutschland seine Klimaschutzziele nicht erreichen wird”, so DUH-Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch. „Der Staat kümmert sich nicht um die Einhaltung der Klimaschutzgesetze und schafft so den Freiraum für Betrug, Schlamperei und Schlendrian, die Teile von Industrie und Gesellschaft nutzen, um Klima- und Umweltschutz auszuhebeln. Jedes Jahr kommen so viele Millionen Tonnen zusätzlicher Klimagasemissionen hinzu, die in keiner Statistik auftauchen.”
Schlagworte:Energieeinsparverordnung, Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz, Klimaschutzgesetze
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Donnerstag, 24. Juni 2010
Die ASUE Arbeitsgemeinschaft für sparsamen und umweltfreundlichen Energieverbrauch will auch im Jahr 2010 wesentliche Impulse für eine nachhaltige und zukunftsgerechte Energienutzung setzen. Gemeinsam mit dem ADAC, dem Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) und der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena) lobt die ASUE den renommierten “Preis der deutschen Gaswirtschaft für Innovation und Klimaschutz 2010″ aus, um die Entwicklung richtungsweisender Projekte und beispielhafter Konzepte auf diesem Gebiet wirksam zu unterstützen. Der Preis wird in den Kategorien “Innovationspreis für Planung, Forschung und Entwicklung” sowie “Innovationspreis für umweltschonende Mobilität: Erdgas im Verkehr” vergeben. Weitere Informationen unter www.asue.de/innovationspreis-2010/.
Schlagworte:Erdgastechnologien
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Donnerstag, 24. Juni 2010
Die Klimaschutz- und Beratungskampagne der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) und des deutschen Handwerks „Haus sanieren - profitieren” konnte den 10.000sten geschulten Handwerker begrüßen. Kernstück der Kampagne ist der kostenlose Energie-Check, der Besitzern von unsanierten Ein- und Zweifamilienhäusern den energetischen Ist-Zustand ihrer Immobilie aufzeigt. „Jeder Kampagnen-Handwerker setzt neue Impulse für die Bauwirtschaft und das Klima”, so Otto Kentzler, Präsident des Zentralverbandes des deutschen Handwerks (ZDH). „Zwar kann der Energie-Check nicht eine ausführliche Energieberatung ersetzen, für die unsere geprüften Gebäudeenergieberater zur Verfügung stehen. Allerdings leistet der unverbindliche Service von geschulten Betrieben Überzeugungsarbeit, von der nicht nur das Klima durch weniger Energieverbrauch profitiert, sondern auch die Eigentümer über sinkende Energiekosten und das Handwerk mit Aufträgen und Beschäftigung.” Die DBU fördert die Kampagne mit fünf Millionen Euro und will bis 2011 mit der bundesweiten Initiative 50.000 zusätzliche Sanierungsmaßnahmen anstoßen. Das würde zusätzliche Investitionen von einer Milliarde Euro für das Handwerk bedeuten. Dadurch sollen jährlich rund 135.000 Tonnen CO2 eingespart werden. DBU-Generalsekretär Fritz Brickwedde: „Wir freuen uns, dass der Klimaschutz in den eigenen vier Wänden an Bedeutung gewinnt. Unser Klimaschutzprogramm für unsanierte Ein- und Zweifamilienhäuser unterstützt die Klimaschutzziele der Bundesregierung, die eine Treibhausgasverringerung von 40 Prozent bis 2020 vorsieht.”
Schlagworte:Energie-Check, Energieberater, Raumwärme
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