Archiv für die Kategorie „Energieeffizienz“
Mittwoch, 1. September 2010
Viele Förderangebote zur Heizungsmodernisierung wurden jüngst erheblich umstrukturiert. Eine Übersicht verschafft der neue „Leitfaden Förderprogramme” des Deutschen Heizungsindustrieverbandes (BDH). Er fasst die aktuellen Förderprogramme des Bundes für Bauherren und Sanierer kompakt zusammen und kann unter www.bdh-koeln.de heruntergeladen werden. Die geänderten Förderangebote treffen laut BDH auf einen immensen Sanierungsstau in Deutschland: Gerade einmal 13 Prozent der Heizungsanlagen entsprächen dem Stand der Technik. Dabei sparten moderne Heizsysteme 30 bis 50 Prozent Energie und Kosten ein. Wer die Förderangebote jetzt nutze, habe die Investitionskosten in eine effiziente Anlage deshalb schon nach wenigen Jahren wieder hereingeholt.
Schlagworte:Energetische Sanierung, Heizungsmodernisierung, Raumwärme
Veröffentlicht in Energieeffizienz, Klimaschutz | Keine Kommentare »
Montag, 30. August 2010
„Auf der Grundlage zahlreicher Berechnungen und Diskussionsbeiträge sollte nun Raum für Vernunft und eine sachliche Abwägung für die Politik sein. Ich hoffe sehr, dass die Bundesregierung in der nächsten Zeit alle betroffenen Interessengruppen anhört, um sich ein konkretes Bild zu machen”, sagte Hildegard Müller, Vorsitzende der Hauptgeschäftsführung des Verbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW), zur Vorstellung der von drei Instituten berechneten Energieszenarien. „Insbesondere bei der Frage einer wettbewerbsneutralen Ausgestaltung der Laufzeitverlängerung ist der BDEW der einzige, der alle Unternehmen quer durch alle Sparten, Größen und Wertschöpfungsstufen vertreten kann. Die deutsche Energiewirtschaft erwartet mit dem energiepolitischen Gesamtkonzept klare Rahmenbedingungen für die anstehenden Milliardeninvestitionen.” Müller zufolge zeigen die Szenarien, dass die Entscheidung über eine Laufzeitverlängerung nur ein wichtiger Aspekt von vielen sei. „Kernfragen sind vor allem, wie künftig die Integration der erneuerbaren Energien gelingt, wie die notwendigen Netze schneller ausgebaut, neue Speichertechnologien erforscht und die effiziente Kraft-Wärme-Kopplung weiter vorangebracht werden können.” Das Ziel sei eine CO2-neutrale Energieversorgung bis zum Jahr 2050. Es sei richtig, dass Bundeswirtschaftsminister Brüderle und Bundesumweltminister Röttgen zudem die Bedeutung des Energieverbrauchs bei Gebäuden, Wärme und im Verkehr betont hätten. „Allen Beteiligten muss aber klar sein, welche große Aufgabe hier noch liegt.” Als weitere wesentliche Aufgabe sieht Müller den Abbau der hohen Infrastrukturskepsis in der Bevölkerung. „Die erneuerbaren Energien können nur wachsen, wenn neue Stromleitungen gebaut werden. Und wenn wir die Klimaschutzziele schaffen wollen, brauchen wir auch neue Erzeugungsanlagen. Das müssen alle Beteiligten den Menschen hierzulande erklären.”
Schlagworte:Energiekonzept, Energieszenarien
Veröffentlicht in EnergieSzene Berlin, Energieeffizienz, Energiewirtschaft, Erneuerbare Energien, Kernenergie, Klimaschutz, Strom, Wettbewerb | Keine Kommentare »
Montag, 30. August 2010
„Die Industrie hat ihre Verpflichtung erfüllt, den Ausstoß von Treibhausgasen deutlich zu reduzieren. Nun muss auch die Politik ihren Teil der Vereinbarung einhalten und die geltenden Entlastungsregelungen bei der Ökosteuer für die Industrie beibehalten”, sagte BDI-Hauptgeschäftsführer Werner Schnappauf bei der Vorlage des Monitoring-Berichts des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung (RWI). Danach haben die an der im November 2000 getroffenen Vereinbarung zur Klimavorsorge beteiligten Sektoren die CO2-Emissionen bis zum Jahr 2009 um fast 184 Millionen Tonnen bzw. knapp 27 Prozent verringert. „Alle bisherigen Monitoring-Berichte haben festgestellt, dass die Wirtschaft ihre zugesagten Ziele erreichen wird. Dabei ist hervorzuheben, dass sich die beteiligte Industrie trotz der schlechten wirtschaftlichen Entwicklung im letzten Jahr weiter für die Steigerung ihrer Energieeffizienz engagiert hat”, so Schnappauf. „Spitzenausgleich und ermäßigter Ökosteuersatz sind für die energieintensiven Unternehmen unabdingbar, um Wettbewerbsnachteile auszugleichen.” Wenn dieser Nachteilsausgleich entfalle, sei eine schleichende Abwanderung von Industrien zu befürchten. „Die Bundesregierung muss eine solche Schwächung des Industriestandortes Deutschland unbedingt vermeiden. Die geschlossenen Wertschöpfungsketten in Deutschland würden gefährdet. Sie sind für hunderttausende von Arbeitsplätzen von existenzieller Bedeutung.”
Schlagworte:Ökosteuer, Treibhausgase
Veröffentlicht in EnergieSzene Berlin, Energieeffizienz, Klimaschutz | Keine Kommentare »
Mittwoch, 25. August 2010
Erdgas taugt als einziger konventioneller Energieträger als Brücke zum regenerativen Zeitalter. Dieser Meinung ist Andree Böhling, Energieexperte von Greenpeace. Bei der Vorstellung einer Studie des Wuppertal Instituts für Klima, Umwelt, Energie in Berlin sagte er: „Es gibt Alternativen zur Laufzeitverlängerung. Erdgas ist aus unserer Sicht die einzige Brücke, die trägt.” Manfred Fischedick, Vizepräsident des Wuppertal Instituts, erläuterte die Fragestellung: Man habe untersucht, welcher Kraftwerkspark zum Ausbau der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien passe und wie es um die Versorgungssicherheit bei Erdgas stehe. Gegenwärtig werde Erdgas in Deutschland zu 70 Prozent im Wärmemarkt eingesetzt. Dank hoch effizienter Techniken wie Brennwerttechnik, Wärmepumpen oder kleiner Blockheizkraftwerke gebe es dort „in Sachen Klimaschutz noch Luft nach unten” und damit einen Verbrauchsrückgang, der einen Mehrverbrauch im Stromsektor überkompensieren könne. Durch Neufunde in den USA, verstärkte LNG-Produktion oder auch die Ostseepipeline sei der Erdgasmarkt deutlich entspannter als noch vor einigen Jahren. Die zunehmende fluktuierende Stromerzeugung aus Sonne und Wind - 2020 würden es 50 Gigawatt sein - erforderten eine höhere Leistungsdynamik fossiler Brückenkraftwerke. Anders als Uran und Kohle könnten Erdgaskraftwerke flexibel an- und abgefahren werden, eigneten sich hervorragend für die Kraft-Wärme-Kopplung und arbeiteten im Gegensatz zu Kohlekraftwerken auch bei geringer Auslastung aufgrund der niedrigeren Kapitalkosten wirtschaftlich. Eine vielversprechende Zukunftstechnologie ist Fischedick zufolge die Umwandlung von regenerativ erzeugtem Strom in Methan und die Einspeisung ins Erdgasnetz: Power to Gas. „Das ist eine zusätzliche Option, sie kann auf bestehender Infrastruktur aufsetzen. Es spricht viel dafür, dass Erdgas als Brücke ins regenerative Zeitalter taugt.” Die Studie findet sich im Internet unter http://gpurl.de/gasbruecke.
Schlagworte:Energiekonzept, Gaskraftwerke, Kraft-Wärme-Kopplung, Wärmemarkt
Veröffentlicht in EnergieSzene Berlin, Energieeffizienz, Erdgas, Erneuerbare Energien, Klimaschutz, Strom, Versorgungssicherheit | Keine Kommentare »
Dienstag, 24. August 2010
Umwelt-, Verbraucherverbände und Gewerkschaften appellieren an die Bundesregierung, mit ihrem Energiekonzept endlich wirksame Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz auf den Weg zu bringen. Die im Sparpaket für 2011 angekündigte Milliarden-Kürzung bei der energetischen Gebäudesanierung müsse zurückgenommen werden. Nur so könne die Bundesregierung ihre Klimaschutzziele erreichen und wichtige Impulse für eine zukunftsfähige Energieversorgung setzen, so der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND), der Deutsche Naturschutzring (DNR), der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv), der Deutsche Mieterbund (DMB) und die Industriegewerkschafen IG Metall und IG Bauen-Agrar-Umwelt. Die verstärkte Förderung von Energieeffizienzmaßnahmen würde die Energiekosten für Wirtschaft und Verbraucher deutlich senken und etwa 850.000 zusätzliche Arbeitsplätze schaffen. Insgesamt könnten im Strom- und Gebäudesektor durch die effizientere Nutzung von Energie bis zum Jahr 2020 jährlich rund 100 Millionen Tonnen CO2 vermieden werden. Dafür sei eine langfristige, angemessene Förderung energetischer Sanierungen im Gebäudebereich nötig. Zudem müsse mit dem Energiekonzept eine Energieeffizienzgesetz kommen, das ein verbindliches Einsparziel von mindestens zwei Prozent pro Jahr festsetze. Im Gesetz müsse unter anderem die zusätzliche Einrichtung eines Energieeffizienzfonds festgelegt werden, mit dem auch die Anschaffung energieeffizienter Haushaltsgeräte gefördert werden könne.
Schlagworte:Energieeffizienz, Energiekonzept
Veröffentlicht in EnergieSzene Berlin, Energieeffizienz, Energiesparen, Klimaschutz | Keine Kommentare »
Freitag, 20. August 2010
Energiemanagement-Systeme tragen dazu bei, die Energieeffizienz in Unternehmen und Organisationen zu erhöhen. Energiesparpotenziale lassen sich mit ihrer Hilfe kontinuierlich und systematisch heben. Durch die dabei erzielbaren Kostenentlastungen stärken sie die Wettbewerbsfähigkeit. Bundesumweltministerium und Umweltbundesamt haben dazu einen Leitfaden herausgegeben, der bei der Einführung von Energiemanagement-Systemen Hilfestellung bietet. Die Broschüre steht unter www.uba.de/uba-info-medien/3959.html zum Download zur Verfügung.
Schlagworte:Energiemanagement
Veröffentlicht in Energieeffizienz, Energiesparen | Keine Kommentare »
Donnerstag, 19. August 2010
Als „klimapolitischen Offenbarungseid und Bremse für den Bau” kritisiert die IG Bauen-Agrar-Umwelt den angekündigten Förderstopp für Einzelmaßnahmen im Rahmen des KfW-Programms „Energieeffizient Sanieren”. „Hier wird eines der wichtigsten Förderprogramme beschnitten, weil es zu erfolgreich ist. Das wird die Bundesregierung keinem Hausbesitzer, keinem Handwerker und keinem Umweltschützer in Deutschland erklären können”, so Klaus Wiesehügel, Bundesvorsitzender der IG BAU. Die Bundesregierung lasse Hausbesitzer im Regen stehen. Auch für das Handwerk habe der teilweise Förderstopp erhebliche Folgen. Insbesondere bei kleinen und mittleren Handwerksbetrieben würden bereits fest eingeplante Aufträge wegbrechen. „Wirtschafts- und klimapolitisch ist das absoluter Irrsinn. Das Programm ist hoch effizient. Denn jeder Förder-Euro mobilisiert ein Vielfaches an privatem Kapital für Investitionen.” Nach Angaben der IG BAU sind drei Viertel aller Wohnungen in Deutschland energetisch sanierungsbedürftig. Hinzu kämen noch einmal rund 150.000 Schulen und Kindergärten. „Hier gibt es ein enormes Potenzial, CO2 zu reduzieren. Wer da spart, streicht den Klimaschutz mit dem Rotstift zusammen”, so Wiesehügel. Vor diesem Hintergrund sei es völlig unverständlich, dass die Bundesregierung Hausbesitzern in diesem Jahr schon Anfang September keine gezielte KfW-Förderung für Einzelmaßnahmen zur energetischen Gebäudesanierung mehr bieten könne. „Noch dramatischer wird die Situation allerdings im kommenden Jahr sein, wenn der Bund für das ökologische Sanierungsprogramm nur noch rund 400 Millionen Euro an Bundesmitteln bereitstellen will - und damit knapp eine Milliarde Euro weniger als noch in diesem Jahr.”
Schlagworte:Energetische Sanierung, KfW-Förderprogramm, Raumwärme
Veröffentlicht in EnergieSzene Berlin, Energieeffizienz, Klimaschutz | Keine Kommentare »
Dienstag, 10. August 2010
Hausbesitzer, die die Sanierung ihres Hauses planen, sollten unbedingt einen Energieberater hinzuziehen, rät die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) vor dem Hintergrund der aktuellen Änderungen der KfW-Förderung und des Marktanreizprogramms. „Egal ob eine Heizungserneuerung, eine komplette Sanierung oder der Einsatz erneuerbarer Energien geplant ist - eine Energieberatung ist für Hausbesitzer der erste Schritt, um aus den eigenen vier Wänden ein zukunftssicheres und energiesparendes Effizienzhaus zu machen. Der regionale Energieberater kennt für jede Maßnahme die optimale Förderung”, so Christian Stolte. Unter www.zukunft-haus.info/expertensuche finden Hausbesitzer eine Liste der zugelassenen Energieberater in ihrer Nähe. Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) bezuschusst solche Energieberatungen.
Schlagworte:Energetische Sanierung, Energieberater, Heizungsmodernisierung, Raumwärme
Veröffentlicht in Energieeffizienz, Klimaschutz | Keine Kommentare »
Mittwoch, 4. August 2010
Wer energiesparend bauen oder sanieren will, sollte auch auf die Qualität der energetischen Baumaßnahmen achten, zum Beispiel mithilfe des Gütesiegels Effizienzhaus der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena). „Erfahrungen zeigen, dass deutlich besser gebaut wird, wenn von Anfang an qualitätssichernde Maßnahmen vertraglich vereinbart werden”, so dena-Experte Thomas Kwapich. Beim Effizienzhaus-Gütesiegel der dena prüft ein anerkannter Fachexperte vor Ort, ob das fertige Haus auch tatsächlich die geplanten Energiewerte erreicht. Wenn alles stimmt, wird das Haus mit dem dena-Gütesiegel ausgezeichnet. Der Bauherr erhält ein Zertifikat und ein Hausschild, das er an der Fassade anbringen kann. Weitere Informationen unter www.zukunft-haus.info/effizienzhaus.
Schlagworte:dena-Gütesiegel, Effizienzhaus, Energetische Sanierung, Raumwärme
Veröffentlicht in Energieeffizienz, Klimaschutz | Keine Kommentare »
Dienstag, 27. Juli 2010
560 Millionen Euro zahlen deutsche Mieter jährlich an ihre Vermieter für den Betriebsstrom der Heizanlage. Das sind etwa 32 Euro pro Haushalt. „100 Millionen davon könnten leicht eingespart werden, wenn alle Gebäude auf dem aktuellen Stand der Technik wären”, so Johannes D. Hengstenberg, Geschäftsführer der gemeinnützigen co2online GmbH. „Vermieter und Hausverwaltungen sind kaum motiviert, die Kosten für den Betriebsstrom zu senken, weil sie die Ausgaben ohnehin mit der Heizkostenabrechnung an die Mieter weiterreichen.” Unrealistische Schätzungen der Betriebsstromkosten und veraltete, zu große oder falsch eingestellte Heizungspumpen seien schuld an den unnötigen Kosten. Jedes Jahr würden so 450 Millionen Kilowattstunden Strom unnütz verbraucht. Mit einem Heizgutachten, das auf www.heizspiegel.de kostenlos bestellt werden kann, können Mieter ihre Heizkostenabrechnung und die darin enthaltenen Heiznebenkosten analysieren lassen. Das kostenlose Heizgutachten und der Betriebsstromspiegel sind ein Service der Heizspiegelkampagne, die vom Bundesumweltministerium im Rahmen der Klimaschutzinitiative gefördert wird.
Schlagworte:Heizspiegel, Heizungspumpen, Raumwärme
Veröffentlicht in Energieeffizienz, Energiesparen, Strom | Keine Kommentare »