Archiv für die Kategorie „Erdöl“

VNG baut Förderaktivitäten aus

Dienstag, 24. August 2010

Die Leipziger VNG Verbundnetz Gas AG baut ihre Förderaktivitäten in der Nordsee aus. Die Tochter VNG Norge AS hat eine eigene Tochter in Dänemark gegründet, die VNG Danmark ApS. Durch die Gesellschaft wurden bereits Beteiligungen an zwei Explorationslizenzen auf dem dänischen Kontinentalschelf erworben. „Die Gründung der VNG Danmark ist ein strategisch sinnvoller Schritt, der VNG dem Ziel näher bringt, einen bedeutenden Teil seines Erdgasbedarfs aus eigener Förderung zu decken, und unsere Aktivitäten gleichzeitig durch die geografische Diversifizierung auf eine breitere und noch stärkere Basis stellt. Unsere Tochter VNG Norge leistet hier hervorragende Arbeit”, sagte Michael Ludwig, Mitglied des Vorstands der VNG. VNG Norge ist verantwortlich für die Eigenproduktion von Öl und Gas des Konzerns und besitzt aktuell 25 Lizenzen auf dem norwegischen Kontinentalschelf.

Hohes CO2-Einsparpotenzial liegt brach

Dienstag, 22. Juni 2010

In Deutschlands Industrie und im kommerziellen Gebäudesektor liegen beträchtliche Energieeinspar- und CO2-Minderungspotenziale brach. Rund 300.000 feuerungstechnische Anlagen sind laut dem Bundesindustrieverband Haus-, Energie- und Umwelttechnik (BDH) derzeit in diesem Segment im Einsatz, 80 Prozent davon sind älter als zehn Jahre und entsprechend nicht dem Stand der Technik. Zwar habe der CO2-Ausstoß in Deutschland durch die Förderung von Investitionen in den energieeffizienten Neubau und die energetische Gebäudesanierung bereits um rund 3,2 Millionen Tonnen gesenkt werden können, mit entsprechenden Maßnahmen wären jedoch allein im industriellen Sektor und bei Großgebäuden mit 100 bis 36.000 kW Feuerungswärmeleistung fünfmal so hohe Reduktionen zu erzielen. Durch moderne Brenner und Kessel ließe sich der CO2-Ausstoß um 16,3 Millionen Tonnen senken. Der Einsatz von Bioöl und die Einbindung von Biogas in die Gasversorgung würden sich zusätzlich positiv auf die CO2-Bilanz auswirken: Jeweils fünf Prozent der beiden Biokomponenten reichten aus, um bis zu weitere acht Millionen Tonnen CO2 einzusparen. Die potenziellen Investoren zeigen sich laut BDH in Sachen Modernisierung allerdings zurückhaltend. Häufig fehle das Wissen über die relativ kurzen Amortisationszeiten sowie über die verschiedenen technisch-ökonomischen Optionen. Mangelnde Abschreibungsmöglichkeiten machten eine Investition in energetische Anlagen für viele zusätzlich unattraktiv. BDH-Hauptgeschäftsführer Andreas Lücke: „Hier ist es dringend erforderlich, zielgerichtet Aufklärungsarbeit zu betreiben und mit optimierten Rahmenbedingungen sowie wirksamen Förderprogrammen weitere Anreize zu schaffen.”

IEU: Kürzung der Kesseltauschprämie das falsche Signal für Klimaschutz

Donnerstag, 4. März 2010

Eine spürbare Verlangsamung des Modernisierungstempos befürchtet die Initiative Erdgas pro Umwelt (IEU) durch die Kürzung der Kesseltauschprämie. Lange Zeit sei unklar gewesen, ob und in welcher Form die Kesseltauschprämie weitergeführt werde. Jetzt stehe fest: Das Bundesumweltministerium habe die Fördersätze praktisch halbiert. Statt bisher 750 Euro für einen neuen Brennwertkessel in Kombination mit einer Solaranlage zur Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung gebe es künftig nur noch 400 Euro. „Die Entscheidung ist aus unserer Sicht das falsche Signal”, so Bernhard Funk, Sprecher der IEU. „Dadurch verlangsamt sich das Tempo der notwendigen Heizungsmodernisierung und die Reduzierung von CO2-Emissionen wird erschwert.” Nach Überzeugung der IEU bedarf es einer besser durchdachten und zielführenden Förderpolitik. Je höher die CO2-Einsparung ausfalle, desto mehr solle sich der Staat an der Investition beteiligen, wie es bei der Kfz-Steuer bereits geschehe. Der Heizungsaustausch müsse durch signifikant höhere finanzielle Anreize gefördert werden. Hilfen von Bund und Ländern motivierten Hauseigentümer, alte Heizungsanlagen durch moderne Brennwertgeräte zu ersetzen. „Die Förderpolitik muss transparent, verlässlich und stetig sein”, fordert die IEU. „Alle Maßnahmen und Programme sollten nachhaltig, das heißt mindestens auf zehn Jahre angelegt sein. Eine solche Förderpolitik ist eine essenzielle Voraussetzung dafür, dass Deutschland sein Klimaschutzziel im Wärmemarkt erreicht.”

Deutsche Förderunternehmen bauen Erdgasproduktion aus

Donnerstag, 18. Februar 2010

Die deutschen Erdöl- und Erdgasproduzenten haben ihre weltweite Förderung von Erdöl und Erdgas 2009 mit 36 Millionen Tonnen Rohöläquivalenten annähernd konstant gehalten. Laut dem Wirtschaftsverband Erdöl- und Erdgasgewinnung (WEG) wuchs die Erdgasproduktion durch Steigerung im Ausland um fünf Prozent auf 29 Milliarden Kubikmeter. Die Hälfte davon werde im Inland produziert und stehe für die Verbraucher direkt und ohne lange Transportwege umweltfreundlich zur Verfügung, erläuterte WEG-Vorsitzender Gernot Kalkoffen. „Insgesamt steht die deutsche E&P-Industrie für eine gesicherte Versorgung von fast der Hälfte des deutschen Erdgasbedarfs.” Einen Rückgang um elf Prozent habe es bei der Erdölproduktion gegeben.

Von Erdöl zu Erdwärme

Dienstag, 2. Februar 2010

Ab Sommer diesen Jahres wird der Erdöl- und Erdgasproduzent Wintershall das städtische Erlebnisbad „La Ola” in Landau in der Pfalz mit geothermisch erwärmtem Wasser versorgen. Die Energie kommt aus einer ehemaligen, 1.100 Meter tiefen Erdöllagerstätte, in der innerhalb eines geschlossenen Kreislaufs stündlich 22.000 Liter Wasser zirkulieren. Für die Nutzung der stillgelegten Bohrung - Wintershall hat 75 Bohrungen in der Region - muss diese zunächst noch technisch umgerüstet werden. Bei der „Bohrung La44″ wird künftig über den Steigrohrstrang das erwärmte heiße Wasser zu Tage gefördert, eine Wärmepumpe und vier Wärmetauscher versorgen dann per Fernwärmeleitung das nur 500 Meter entfernte Freizeitbad. Mit der Lage im Oberrheingraben habe Landau für die Gewinnung von geothermischer Energie ideale Voraussetzungen, so Thomas Ruttmann, Betriebsleiter des Wintershall-Standorts Landau. „Bei einer Tiefenbohrung nimmt die Temperatur alle 100 Meter um durchschnittlich 4,7 Grad zu.” Das liege deutlich über dem durchschnittlichen Temperaturanstieg von drei Grad pro 100 Meter Tiefe, der sonst zu verzeichnen sei. „Daher gibt es im Gebiet Landau eine im Vergleich zu anderen Regionen große Anzahl von Geothermie-Projekten.”

BDH und BEE fordern bessere Bedingungen zur Modernisierung des Wärmemarkts

Mittwoch, 27. Januar 2010

Eine Gemeinsame Resolution zum Wärmemarkt haben der Bundesindustrieverband Deutschland Haus-, Energie- und Umwelttechnik (BDH) und der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) verabschiedet. Ziel ist es, den Sanierungsstau im Heizungskeller aufzulösen, denn bisher sind nur 13 Prozent der Heizungen in Deutschland auf dem Stand der Technik, das heißt Systeme, die Effizienz und Erneuerbare Energien verbinden. Die beiden Verbände streben eine Verdoppelung der Modernisierungsquote an und appellieren an die Politik, unter anderem das Marktanreizprogramm für regenerative Wärme aufzustocken und zu verstetigen, das Investor-Nutzer-Dilemma im Mietwohnungsbereich zu lösen und den Heizungscheck zu einer verpflichtenden Überprüfung des energetischen Zustandes aller Heizungsanlagen weiterzuentwickeln.

Im vergangenen Jahr legte der Heizungsmarkt in Deutschland um drei Prozent auf 638.000 Wärmeerzeuger zu. Gewinner waren Effizienztechniken wie Gas- und Öl-Brennwerttechnik sowie Lüftungsanlagen, Verlierer Systeme, die erneuerbare Energien zur Wärmeerzeugung nutzen. „Nach einem guten ersten Halbjahr ist die Nachfrage nach erneuerbaren Energien im zweiten Halbjahr massiv eingebrochen. Ordnungsrecht und Förderanreize müssen jetzt so optimiert werden, dass wir an die bis Mitte 2009 positive Entwicklung anknüpfen können”, so BDH-Präsident Klaus Jesse anlässlich der 3. Deutschen Wärmekonferenz in Berlin. Bei den thermischen Solaranlagen sei ein Einbruch um 26 Prozent zu verzeichnen. Während 2008 noch in 45 Prozent der Investitionsfälle erneuerbare Energien eingekoppelt worden seien, sei der Anteil 2009 auf 33 Prozent gesunken und damit weit entfernt von dem BDH-Ziel von 80 Prozent für 2015. „Wir haben auch unter der Abwrackprämie für Pkw gelitten”, sagte Jesse. Der BDH hegt hinsichtlich des angekündigten Energiekonzepts große Hoffnungen. Der Wärmemarkt müsse endlich eine seiner Bedeutung angemessene Rolle spielen.

Wintershall setzt auf heimisches Erdöl

Donnerstag, 17. Dezember 2009

Die Wintershall AG, größter deutscher Erdöl- und Erdgasproduzent, investiert weiter in die deutsche Erdölförderung. Gegenwärtig wird im Bereich des ehemaligen Ölfeldes Arlesried die Bohrung „Bedernau 1″ abgeteuft. In einer Tiefe von rund 1.500 Metern hoffen die Experten auf ein Vorkommen, aus dem für die nächsten 30 Jahre Erdöl gefördert werden könnte. 1995 hatte Wintershall die Produktion in Arlesried eingestellt. Doch die Voraussetzungen für eine Fortführung der Förderung hätten sich in den vergangenen Jahren geändert, so das Unternehmen. Dank der Fortschritte bei der Lagerstättensimulation ließen sich ölführende Bereiche inzwischen besser identifizieren. Im Erfolgsfall könnten weitere aufgegebene Felder revitalisiert werden. „Der Anteil des hierzulande geförderten Erdöls im Vergleich zum deutschen Gesamtverbrauch ist zwar vergleichsweise gering - die heimische Produktion von 3,1 Millionen Tonnen deckt lediglich drei Prozent des hiesigen Bedarfs - dennoch unterstützt jede Förderung vor der ´eigenen Haustür` die Versorgungssicherheit”, so Ties Tiessen, Vorstandsmitglied der Wintershall und zuständig für die Produktion.

BEE fordert Nachhaltigkeitsstandards für fossile Kraftstoffe

Montag, 23. November 2009

Verbindliche Nachhaltigkeitsstandards für fossile Kraftstoffe fordert der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE). Grund seien die in den nächsten Jahren massiv steigenden Treibhausgasemissionen aus fossilen Kraftstoffen, weil zunehmend unkonventionelle Ölquellen wie Teersand oder Schwerstöl für die Kraftstoffproduktion ausgebeutet würden. Wegen aufwendigerer Förderungstechnologien stiegen zudem die Emissionen auch aus herkömmlicher Erdölproduktion. „Selbst wenn der weltweite Kraftstoffverbrauch in den kommenden Jahren nicht deutlich ansteigen sollte, erhöhen sich die Treibhausgasemissionen im Verkehrssektor durch die veränderte Rohstoffgewinnung deutlich. Ohne wirksame Gegenmaßnahmen wird es daher unmöglich, die Klimaschutzziele im Verkehrssektor zu erreichen”, folgert Björn Klusmann, Geschäftsführer des BEE, aus einer Studie. Nachhaltigkeitsstandards müssten Obergrenzen für CO2-Emissionen ebenso umfassen wie den schonenden Umgang mit natürlichen Ressourcen und die sachgerechte Entsorgung anfallender Schadstoffe. Um insbesondere den steigenden Anteil unkonventioneller Ölgewinnung zu ersetzen, sollten vermehrt nachhaltig produzierte Biokraftstoffe zum Einsatz kommen. „Biokraftstoffe könnten die Hälfte des heutigen weltweiten Kraftstoffverbrauchs klima- und umweltschonend decken. Wir müssen diesen Weg jetzt schnell einschlagen: weg von schmutziger fossiler zu sauberer erneuerbarer Energie.”

Gas to Liquid - Alternativer Flugtreibstoff auf Erdgasbasis

Dienstag, 13. Oktober 2009

Einen Kooperationsvertrag zur Erforschung des Einsatzes alternativer Treibstoffe in der Luftfahrt haben fünf Partner aus Wirtschaft und Wissenschaft unterzeichnet. Gemeinsam mit dem Energiekonzern Shell, dem Technologiezentrum Qatar Science & Technology Park, der Texas A&M University at Qatar und dem Triebwerkshersteller Rolls Royce wird das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) den Einsatz von synthetischen Treibstoffen auf Basis von Erdgas in einem dreijährigen Forschungsprojekt untersuchen. Der synthetische Treibstoff Gas to Liquid (GtL) ist nach Meinung des DLR ein entscheidender erster Schritt hin zur Nutzung von alternativen Treibstoffen in der Luftfahrt. In kommerziellen Mengen von rund einer Million Tonnen pro Jahr soll der GtL-Treibstoff unter der Federführung von Shell und Qatar Petroleum ab 2012 in Qatar produziert werden. „Die Weiterentwicklung des Treibstoffes GtL ist für die Luftfahrt ein wichtiger Schritt gleich in zwei Richtungen”, so Manfred Aigner, Direktor des DLR-Instituts für Verbrennungstechnik. „Wir lernen gemeinsam mit unseren Partnern die Eigenschaften der neuen Treibstoffgeneration kennen, entwickeln notwendige Werkzeuge und schlagen damit eine wichtige Brücke zu den ´Biofuels`, den erneuerbaren Energielieferanten auf Basis von Biomasse. Parallel entkoppelt man sich vom Erdöl mit dem Ziel, 100 Prozent synthetisch zu fliegen.” Der weiter zunehmende Flugverkehr könne somit - dank der Unabhängigkeit vom Öl - auch in Zukunft gewährleistet werden, und der Einsatz von BtL-Treibstoffen (Biomass to Liquid) rücke bald schon in greifbare Nähe.

RWE Dea erschließt Breagh-Gasfeld

Donnerstag, 27. August 2009

Die RWE Dea AG übernimmt eine 70-Prozent-Beteiligung am Breagh-Gasfeld in der südlichen britischen Nordsee und wird dort Betriebsführerin. Die vermuteten Ressourcen machten Breagh und die umgebenden Felder zum derzeit größten unerschlossenen Erdgasfund in der südlichen britischen Nordsee, so das Unternehmen. „Breagh passt optimal zur technischen Kompetenz von RWE Dea bei der Erschließung von Erdgasfeldern. Wir hoffen, gegen Ende 2012 das erste Gas fördern zu können”, so Vorstandsmitglied Thomas Rappuhn. „Die Produktion aus diesem Feld wird wesentlich zu unserer Zielsetzung beitragen, die Produktion von Erdgas und Erdöl in den nächsten Jahren zu verdoppeln.”