Archiv für die Kategorie „Energierohstoffe“

RWE und KfW treten Transparenz-Initiative EITI bei

Donnerstag, 15. April 2010

Die Bevölkerung rohstoffreicher Länder profitiert nicht immer von staatlichen Einnahmen aus dem Rohstoffsektor. Die Rohstofftransparenz-Initiative EITI (Extractive Industries Transparency Initiative) versucht, Licht ins Dunkel über den Verbleib der Geldmittel zu bringen. Der deutsche Energiekonzern RWE ist als erstes deutsches DAX-Unternehmen ist der Initiative jetzt beigetreten und will sie gemeinsam mit führenden internationalen Öl-, Gas- und Bergbauunternehmen wie Total, Shell, BP und Arcelor Mittal umsetzen. Die Unterstützung der bundeseigenen KfW-Bankengruppe wird in Verantwortung der Deutschen Investitions- und Entwicklungsgesellschaft (DEG) umgesetzt. „Damit die Menschen in Entwicklungsländern vom Rohstoffreichtum profitieren, braucht es transparente und faire Standards”, so Gudrun Kopp, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesentwicklungsministerium. „Die EITI-Kriterien ermöglichen es der Zivilgesellschaft, den Verbleib von Rohstoffeinnahmen zu kontrollieren. Durch solche Transparenz kann gesichert werden, dass die Gelder der Armutsbekämpfung zugute kommen.”

BEE fordert Nachhaltigkeitsstandards für fossile Kraftstoffe

Montag, 23. November 2009

Verbindliche Nachhaltigkeitsstandards für fossile Kraftstoffe fordert der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE). Grund seien die in den nächsten Jahren massiv steigenden Treibhausgasemissionen aus fossilen Kraftstoffen, weil zunehmend unkonventionelle Ölquellen wie Teersand oder Schwerstöl für die Kraftstoffproduktion ausgebeutet würden. Wegen aufwendigerer Förderungstechnologien stiegen zudem die Emissionen auch aus herkömmlicher Erdölproduktion. „Selbst wenn der weltweite Kraftstoffverbrauch in den kommenden Jahren nicht deutlich ansteigen sollte, erhöhen sich die Treibhausgasemissionen im Verkehrssektor durch die veränderte Rohstoffgewinnung deutlich. Ohne wirksame Gegenmaßnahmen wird es daher unmöglich, die Klimaschutzziele im Verkehrssektor zu erreichen”, folgert Björn Klusmann, Geschäftsführer des BEE, aus einer Studie. Nachhaltigkeitsstandards müssten Obergrenzen für CO2-Emissionen ebenso umfassen wie den schonenden Umgang mit natürlichen Ressourcen und die sachgerechte Entsorgung anfallender Schadstoffe. Um insbesondere den steigenden Anteil unkonventioneller Ölgewinnung zu ersetzen, sollten vermehrt nachhaltig produzierte Biokraftstoffe zum Einsatz kommen. „Biokraftstoffe könnten die Hälfte des heutigen weltweiten Kraftstoffverbrauchs klima- und umweltschonend decken. Wir müssen diesen Weg jetzt schnell einschlagen: weg von schmutziger fossiler zu sauberer erneuerbarer Energie.”

RWE Dea erschließt Breagh-Gasfeld

Donnerstag, 27. August 2009

Die RWE Dea AG übernimmt eine 70-Prozent-Beteiligung am Breagh-Gasfeld in der südlichen britischen Nordsee und wird dort Betriebsführerin. Die vermuteten Ressourcen machten Breagh und die umgebenden Felder zum derzeit größten unerschlossenen Erdgasfund in der südlichen britischen Nordsee, so das Unternehmen. „Breagh passt optimal zur technischen Kompetenz von RWE Dea bei der Erschließung von Erdgasfeldern. Wir hoffen, gegen Ende 2012 das erste Gas fördern zu können”, so Vorstandsmitglied Thomas Rappuhn. „Die Produktion aus diesem Feld wird wesentlich zu unserer Zielsetzung beitragen, die Produktion von Erdgas und Erdöl in den nächsten Jahren zu verdoppeln.”

Auf der Suche nach Nutzungsoptionen für Kohlendioxid

Montag, 27. Juli 2009

In den kommenden fünf Jahren stellt das Bundesforschungsministerium 100 Millionen Euro für das Forschungsprogramm „Technologien für Nachhaltigkeit und Klimaschutz - Chemische Prozesse und stoffliche Nutzung von Kohlendioxid” bereit. Nicht wenige Wissenschaftler meinen, so das Ministerium, dass sich Kohlendioxid wieder als Rohstoff einsetzen lassen könnte. Gelinge dies, würde nicht nur die Klimabilanz besser ausfallen, sondern es wäre ein wirklicher Durchbruch erreicht. „Die Nutzung von Kohlendioxid als Rohstoff und die Entwicklung von Energie und Ressourcen schonenden Produktionsverfahren eröffnet neue, wichtige Wege für den Klimaschutz”, so Staatssekretär Frieder Meyer-Krahmer. „Die chemische Industrie spielt dabei eine Schlüsselrolle, weil sie am Beginn von vielen Wertschöpfungsketten steht. Die Effekte, die sich durch eine effizientere Produktion erzielen lassen, wirken sich auf alle anschließenden Produktionsverfahren und Produkte aus.” Wissenschaftler sollen bei dem neuen Programm unter anderem Verfahren entwickeln, die Kohlendioxid als Basischemikalie nutzen. Großtechnisch wird Kohlendioxid zum Beispiel seit langem zur Synthese von Harnstoff eingesetzt, der als Düngemittel oder als Grundstoff für Harze verwendet wird. Zukünftige interessante Produkte mit Kohlendioxid im Herstellungsprozess sind vor allem hochwertige Polymere, die wichtige Grundstoffe für Dämmstoffe, Verpackungsmaterialien und für den Automobilbau sind.

DRRF und RUDEA wollen russisches Effizienzpotenzial heben

Donnerstag, 16. Juli 2009

Das Deutsch-Russische Rohstoff-Forum (DRRF) und die neue Russisch-Deutsche Energie-Agentur (RUDEA) wollen im Bereich Energieeffizienz kooperieren. Stephan Kohler, Chef der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena) und Initiator der RUDEA, erinnerte daran, dass der russische Präsident Medwedew im Juni 2008 einen Erlass unterschrieben habe, nach dem der Energieverbrauch je Produktionseinheit bis zum Jahr 2020 um 40 Prozent unter den Stand von 2007 reduziert werden solle. „Dies entspricht der doppelten Energiemenge, die Russland heute in Form von Erdgas nach Westeuropa exportiert. Nach Aussage des russischen Energieministers Sergej Schmatko sind Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz häufig wirtschaftlicher zu erschließen als neue Erdgasfelder in Sibirien.” Dabei solle das spezielle Wissen des Rohstoff-Forums in den Bereichen der Exploration, Gewinnung und Verarbeitung von Rohstoffen mit den künftigen Aktivitäten der RUDEA, die sich mit Energieeffizienz und Erneuerbaren Energien beschäftigt, verknüpft werden. „Wir können auf diese Weise dem Wunsch unserer russischen Partner nach einer engen Zusammenarbeit in dieser für Russland immer wichtiger werdenden Frage nachkommen”, sagte Prof. Klaus Töpfer, Schirmherr des Rohstoff-Forums und früherer UN-Exekutivdirektor des Umweltprogramms, anlässlich der Tagung des DRRF-Lenkungskreises, der zudem beschlossen hat, die 3. Deutsch-Russische Rohstoff-Konferenz im März 2010 dem Thema „Versorgungssicherheit mit Rohstoffen” zu widmen.

RWE Dea erhält Lizenz in Turkmenistan

Donnerstag, 16. Juli 2009

RWE Dea hat den Zuschlag für die Erschließung und Entwicklung der Lizenz Block 23 im Kaspischen Meer in Turkmenistan erhalten. „Mit unserem Engagement in Turkmenistan wollen wir einen weiteren Beitrag zur Erreichung unserer Wachstumsziele leisten, speziell in Bezug auf die Gasproduktion”, erläuterte Georg Schöning, Vorstandsvorsitzender der RWE Dea AG. Dabei werde man die umfangreiche Erfahrung im Bereich der Flachwasserentwicklung nutzen. Das Unternehmen betreibt seit nahezu 22 Jahren die Bohr- und Förderinsel Mittelplate im schleswig-holsteinischen Wattenmeer. Jürgen Großmann, Vorstandschef der RWE AG, betonte die Bedeutung Turkmenistans zur Sicherung der europäischen Energieversorgung. „RWE und Turkmenistan arbeiten bereits seit einiger Zeit partnerschaftlich zusammen, und wir freuen uns, mit dieser Lizenz unsere langfristig angelegte Energiepartnerschaft weiter auszubauen.”

RWE Dea will Aktivitäten in Aserbaidschan ausweiten

Freitag, 3. Juli 2009

Die RWE Dea AG hat in Baku eine Niederlassung eröffnet. „Aserbaidschan spielt künftig bei der Sicherung der europäischen Energieversorgung eine wichtige Rolle”, so Manfred Dworatzek,, Senior Vice President Exploration/New Ventures bei RWE Dea. Aserbaidschan verfüge über umfangreiche Bodenschätze. RWE Dea könnte bei möglichen Explorationen und Feldesentwicklungen die vielfältige Erfahrung im Bereich der Flachwasserentwicklung nutzen. Erste Gespräche dazu seien bereits mit der nationalen Ölgesellschaft geführt worden. Darüber hinaus spiele Aserbaidschan als Energie exportierendes Land eine wichtige Rolle bei der Realisierung der geplanten Nabucco-Pipeline, die die kaspischen Erdgasvorkommen mit Europa verbinden solle.

Kein Mangel an Erdgas, Kohle und Uran

Dienstag, 23. Juni 2009

Aus geologischer Sicht ist die globale Verfügbarkeit von Erdgas, Kohle und Uran auf absehbare Zeit auch bei steigendem Verbrauch nicht gefährdet. Beim Erdöl ist dagegen bis etwa zum Jahr 2030 mit dem Fördermaximum zu rechnen. Zu diesem Ergebnis kommt die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) in der Studie Energierohstoffe 2009 im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums. „Die sorgfältig recherchierte Studie bietet eine gute Basis für eine Versachlichung der Diskussion über die Verfügbarkeit von Energierohstoffen”, sagte Staatssekretär Jochen Homann. „Sie macht die überragende Bedeutung der globalen Kohlenreserven deutlich, für die mit Nachdruck klimafreundliche Nutzungsmöglichkeiten gefunden werden müssen. Sie zeigt auch, dass die Verfügbarkeit an Uran und Erdgas auf absehbare Zeit nicht gefährdet ist, und sie verdeutlicht, warum mittel- und langfristig Alternativen zum Erdöl gefunden werden müssen. Die Politik hat hierzu bereits eine Fülle von Maßnahmen ergriffen und Entwicklungen eingeleitet. Dazu gehören insbesondere das Integrierte Energie- und Klimaprogramm der Bundesregierung und unsere Bemühungen zur Entwicklung der Elektromobilität.” Die BGR-Studie findet sich unter www.bgr.bund.de.

E.ON Ruhrgas beteiligt sich mit 25 Prozen an Yushno Russkoje

Freitag, 5. Juni 2009

Die E.ON-Beteiligung am sibirischen Gasvorkommen Yushno Russkoje ist perfekt. Nach der Unterzeichnung einer Detailvereinbarung in St. Petersburg sagte Bernhard Reutersberg, Vorstandschef der E.ON Ruhrgas AG: „Seit mehr als 35 Jahren kooperieren wir eng mit Russland, die Beteiligung an Yushno Russkoje stellt dies erneut unter Beweis. Zugleich kommen wir unserem Upstream-Ziel ein erhebliches Stück näher: E.ON Ruhrgas will langfristig mindestens zehn Milliarden Kubikmeter Erdgas aus eigener Produktion beziehen.“ Yushno Russkoje zählt mit Reserven von mehr als 600 Milliarden Kubikmetern zu den größten Gasfeldern der Welt. Eigentümer und Betreiber ist die russische OAO Severneftegazprom (SNGP), die künftig etwas über 50 Prozent Gazprom und zu jeweils knapp 25 Prozent E.ON Ruhrgas und Wintershall gehören wird. Im Gegenzug übernimmt Gazprom von E.ON Ruhrgas deren Beteiligung von 49 Prozent an der russischen Gesellschaft ZAO Gerosgaz, die knapp drei Prozent der Gazprom-Aktien hält. E.ON Ruhrgas ist über Gerosgaz wirtschaftlicher Eigentümer dieses Aktienpakets, das künftig in das Eigentum von Gazprom übergeht. E.ON Ruhrgas hält weiterhin 3,5 Prozent der Gazprom-Aktien.

Braunkohle braucht klare politische Leitlinie

Freitag, 15. Mai 2009

Die deutsche Braunkohlenindustrie zeichnet sich durch hohe Konstanz und Stabilität aus. Das betonte Matthias Hartung, Vorsitzender des Deutschen Braunkohlen-Industrie-Vereins (Debriv), anlässlich des Braunkohlentags in Görlitz. In den Braunkohleregionen sei dies auch gerade den jeweiligen Landesregierungen zu danken, die frühzeitig klare energiepolitische Leitlinien formuliert hätten, die der Braunkohle eine feste Position zuwiesen. Die deutsche Braunkohlenindustrie sei nicht nur Garant einer sicheren Energieversorgung und ein wertschöpfungsintensiver, regionaler Jobmotor, sondern auch ein wichtiger Innovationsträger. Die Inbetriebnahme der Oxyfuel-Pilotanlage zur Abscheidung von Kohlendioxid aus Braunkohlekraftwerken im Lausitzer Revier sei ein klimapolitischer Meilenstein. Die Planung für eine größere Demonstrationsanlage in Jänschwalde sowie die Erkundung geeigneter Speichergesteine zur sicheren Einlagerung des Kohlendioxids setzten diese Entwicklung fort, sagte Hartung. Auch in anderen Revieren würden neue klimaschonende Technologien entwickelt, die der Braunkohle einen festen Platz im Energiemix sichern sollen. Mit einer Förderung von rund 175 Millionen Tonnen bewegte sich die deutsche Förderung Hartung zufolge 2008 auf dem langjährigen Durchschnittsniveau. Braunkohle werde 2009 wieder jede vierte Kilowattstunde Strom in Deutschland stellen.