dena plädiert für Erdgas als Kraftstoff
Freitag, 22. Januar 2010Erdgas und Bioerdgas (Biomethan) als Kraftstoffe bleiben in Deutschland bisher weit hinter ihren Möglichkeiten zurück, obwohl sie bewährt sind und im Vergleich zu Diesel und Benzin deutlich weniger CO2-Emissionen und Schadstoffe verursachen. Dies, so Stephan Kohler, Vorsitzender der Geschäftsführung der deutschen Energie-Agentur (dena), habe eine Studie seines Hauses eindeutig gezeigt. Deshalb plädiere er für eine „deutliche Verschärfung der Gangart” und eine „konzertierte Aktion” von Herstellern, Forschung, Händlern, Tankstellenbetreibern, Gaswirtschaft beziehungsweise Bioerdgasproduzenten und Politik. Nur so könnten der Marktanteil von derzeit 0,3 auf mindestens vier Prozent im Jahr 2020 erhöht und im gleichen Zeitraum die Zahl der Erdgasfahrzeuge von aktuell 85.000 auf dann 1,4 Millionen gesteigert werden. Für die notwendige Planungssicherheit müsse die Bundesregierung mit einer neuen Kraftstoffstrategie sorgen.
Es gehe nicht darum, einen Kraftstoff durch einen anderen zu ersetzen. Vielmehr werde das Portfolio der Kraftstoffe und Antriebsarten in Zukunft deutlich breiter angelegt sein, ergänzte Timm Kehler, Geschäftsführer von erdgas mobil. Angesichts des notwendigen Klimaschutzes müsse dabei generell der Anteil der Erneuerbaren zunehmen. Dazu könne das Bioerdgas einen erheblichen Anteil beisteuern. Die Chancen seien groß, da Erdgas als Antriebsenergie erhebliche Kostenvorteile habe.